WEBVTT

1
00:00:00.350 --> 00:00:05.706
Willkommen zum Fach Flugleistung Hubschrauber der ATPL Hubschrauber Theorie.

2
00:00:05.786 --> 00:00:12.926
Du unterscheidest Leistungsbedarf, verfügbare Leistung und die Leistungsgrenzen beim Schweben und Starten.

3
00:00:13.006 --> 00:00:18.040
Dieses Video gibt dir einen kompakten Einstieg und hilft bei der Wiederholung.

4
00:00:18.120 --> 00:00:22.487
Die schematischen Darstellungen und Rechenwerte sind Lernbeispiele.

5
00:00:22.567 --> 00:00:29.145
Sie ersetzen weder den vollständigen Lehrplan deiner Ausbildungsorganisation noch ein Flughandbuch.

6
00:00:29.225 --> 00:00:34.613
Halte bei einer Aufgabe kurz an und erkläre den Zusammenhang mit eigenen Worten.

7
00:00:36.350 --> 00:00:41.193
Für einen Flugzustand benötigt der Hubschrauber eine bestimmte Leistung.

8
00:00:41.273 --> 00:00:49.465
Wie viel Leistung verfügbar ist, hängt unter anderem von Triebwerk, Umgebungsbedingungen und zulässigen Grenzen ab.

9
00:00:49.545 --> 00:00:53.751
Ein Überschuss kann für Beschleunigung oder Steigen genutzt werden.

10
00:00:53.831 --> 00:01:04.178
Eine nominelle Triebwerksleistung ist nicht automatisch in jedem Zustand nutzbar: Getriebe-, Temperatur- oder Drehmomentgrenzen können früher erreicht sein.

11
00:01:04.258 --> 00:01:09.489
Leistungskurven müssen daher unter den richtigen Voraussetzungen gelesen werden.

12
00:01:09.569 --> 00:01:16.283
Prüfe immer Masse, Druckhöhe, Temperatur und die im Diagramm genannte Konfiguration.

13
00:01:18.017 --> 00:01:21.666
Bodennähe verändert das Strömungsfeld des Rotors.

14
00:01:21.746 --> 00:01:28.988
Unter passenden Bedingungen ist für das Schweben im Bodeneffekt weniger induzierte Leistung erforderlich als außerhalb.

15
00:01:29.068 --> 00:01:35.261
Ein Nachweis für das Schweben im Bodeneffekt beweist deshalb keine ausreichende Leistung außerhalb.

16
00:01:35.341 --> 00:01:41.003
Die tatsächliche Wirkung hängt von Untergrund, Höhe und weiteren Bedingungen ab.

17
00:01:41.083 --> 00:01:44.198
Verwende die ausdrücklich passende Tabelle.

18
00:01:44.278 --> 00:01:52.640
Eine scheinbar erfolgreiche kurze Schwebesequenz am Startplatz ist kein Ersatz für eine Leistungsberechnung am späteren Einsatzort.

19
00:01:54.433 --> 00:02:02.116
Geringe Luftdichte verschlechtert typischerweise die Rotorleistung und kann auch die verfügbare Triebwerksleistung beeinflussen.

20
00:02:02.196 --> 00:02:08.279
Hohe Temperatur und geringe Luftdichte sind daher für Hubschraubereinsätze besonders wichtig.

21
00:02:08.359 --> 00:02:13.656
Eine höhere Masse erhöht den erforderlichen Rotorschub und den Leistungsbedarf.

22
00:02:13.736 --> 00:02:17.485
Die Kombination kann die Schwebefähigkeit begrenzen.

23
00:02:17.565 --> 00:02:24.718
Verwechsle Druckhöhe und Dichtehöhe nicht: Das Diagramm kann Druckhöhe und Temperatur getrennt verlangen.

24
00:02:24.798 --> 00:02:31.578
Trage genau die geforderten Eingangsgrößen ein und extrapoliere nicht außerhalb des zugelassenen Bereichs.

25
00:02:33.350 --> 00:02:37.866
Ein sicherer Leistungsnachweis berücksichtigt mehr als das Abheben.

26
00:02:37.946 --> 00:02:45.423
Startstrecke, Hindernisse und die anwendbaren Anforderungen bei Triebwerksausfall gehören ebenfalls dazu.

27
00:02:45.503 --> 00:02:51.533
Bei mehrmotorigen Hubschraubern beschreibt der Einmotorenfall eine eigene Leistungsbetrachtung.

28
00:02:51.613 --> 00:02:58.123
Die Kategorien des zugelassenen Musters und die betrieblichen Leistungsklassen sind unterschiedliche Begriffe.

29
00:02:58.203 --> 00:03:00.968
Sie dürfen nicht gleichgesetzt werden.

30
00:03:01.048 --> 00:03:08.893
Ob ein Startprofil zulässig und geeignet ist, folgt aus dem konkreten Flughandbuch und den Betriebsvorschriften.

31
00:03:08.973 --> 00:03:13.741
Dieses schematische Video liefert dafür keine allgemeine Starttechnik.

32
00:03:15.517 --> 00:03:25.508
Angenommen, unter einer definierten Bedingung stehen fünfhundert Kilowatt zur Verfügung und der betrachtete Flugzustand erfordert vierhundertsechzig Kilowatt.

33
00:03:25.588 --> 00:03:28.586
Die Differenz beträgt vierzig Kilowatt.

34
00:03:28.666 --> 00:03:33.039
Das ist nur eine rechnerische Leistungsdifferenz für diese Bedingung.

35
00:03:33.119 --> 00:03:37.999
Sie beweist weder eine konkrete Steigrate noch einen zulässigen Start.

36
00:03:38.079 --> 00:03:47.195
Ändern sich Masse, Temperatur, Rotorzustand oder eine begrenzende Komponente, gilt die Rechnung nicht unverändert weiter.

37
00:03:47.275 --> 00:03:52.312
Für die Umsetzung in Flugleistung brauchst du die passenden zugelassenen Daten.

38
00:03:54.100 --> 00:03:56.286
Prüfe dein Verständnis.

39
00:03:56.366 --> 00:04:00.554
Beweist IGE-Schwebefähigkeit die OGE-Schwebefähigkeit?

40
00:04:00.634 --> 00:04:01.737
Nein.

41
00:04:01.817 --> 00:04:05.741
Außerhalb des Bodeneffekts kann mehr Leistung nötig sein.

42
00:04:05.821 --> 00:04:09.847
Darfst du ein Leistungsdiagramm beliebig extrapolieren?

43
00:04:09.927 --> 00:04:11.030
Nein.

44
00:04:11.110 --> 00:04:15.429
Verwende die zugelassenen Daten innerhalb ihrer Voraussetzungen.

45
00:04:15.509 --> 00:04:18.103
Die Fragen sind selbst erstellt.

46
00:04:18.183 --> 00:04:24.900
Wiederhole unklare Kapitel und vertiefe das Fach mit den Lernzielen deiner Ausbildungsorganisation.

47
00:04:24.980 --> 00:04:31.092
Quellen, Kapitelmarken und den vollständigen Sprechertext findest du unter dem Video.
