Grundlagen des Fliegens für die PPL(A) 100 eigene Fragen, kein offizieller Fragenkatalog. Quellenprüfung 14.10.2026 Q001 Vier Kräfte und stationäre Flugzustände Welche vier Hauptkräfte werden im vereinfachten Motorflugmodell betrachtet? A Luftdruck, Ölstand, Masse und Zeit B Nur Gewicht und Motordrehzahl C Auftrieb, Gewicht, Schub und Widerstand D Kompass, VOR, DME und GNSS Richtig: C Das Kräftebild unterscheidet aerodynamische Kräfte, Gewicht und Antrieb. Motordrehzahl ist eine Betriebsgröße und selbst keine Kraft. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q002 Vier Kräfte und stationäre Flugzustände Was gilt im stationären geraden Horizontalflug ohne Beschleunigung? A Die resultierende Gesamtkraft ist null B Der Schub muss ständig größer als der Widerstand sein C Das Gewicht verschwindet D Auftrieb ist immer doppelt so groß wie Gewicht Richtig: A Bei gleichförmiger geradliniger Bewegung ist die Summe der Kräfte null. Im vereinfachten Modell gleichen Auftrieb und Gewicht sowie Schub und Widerstand einander aus. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q003 Vier Kräfte und stationäre Flugzustände Wodurch wird ein stationärer Steigflug energetisch ermöglicht? A Durch Gewichtslosigkeit B Durch abgeschalteten Widerstand C Durch einen ausreichenden Leistungsüberschuss D Allein durch Hochziehen ohne Energiequelle Richtig: C Im stationären Steigflug muss zusätzliche potenzielle Energie bereitgestellt werden. Dafür ist überschüssige nutzbare Leistung erforderlich. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q004 Vier Kräfte und stationäre Flugzustände Bewirkt Ziehen am Höhenruder allein einen dauerhaft höheren Energieinhalt? A Ja, unabhängig von Leistung und Widerstand B Nur wenn der Kompass nach Norden zeigt C Ja, sobald die Klappen ausgefahren sind D Nein, es verteilt unter anderem Fahrt und Höhe um Richtig: D Eine Lageänderung kann Fahrt in Höhe umwandeln. Dauerhaftes Steigen bei erhaltener Fahrt braucht Leistung; Widerstand verbraucht mechanische Energie. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q005 Vier Kräfte und stationäre Flugzustände Warum reicht Motordrehzahl allein nicht zur Beschreibung des Flugzustands? A Weil Schub nur am Boden existiert B Konfiguration, Fahrt, Fluglage und Bedingungen wirken ebenfalls C Weil Gewicht im Motorflug unwichtig ist D Weil Motordrehzahl immer konstant ist Richtig: B Bei gleicher Drehzahl können unterschiedliche Flugzustände entstehen. Propeller, Luftdichte, Leistungseinstellung und Fluglage beeinflussen das Ergebnis. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q006 Anstellwinkel und relative Strömung Wie wird Anstellwinkel definiert? A Querneigung gegen die Landebahn B Winkel zwischen Profilsehne und relativer Anströmung C Winkel zwischen Nase und Horizont allein D Kartenkurs gegen Nord Richtig: B Profilsehne und relative Luftbewegung bestimmen den Anstellwinkel. Die sichtbare Nasenlage zum Horizont ist eine andere Größe. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q007 Anstellwinkel und relative Strömung Ist Nasenlage zum Horizont gleich Anstellwinkel? A Nein B Ja, immer C Ja, nur bei Wind D Ja, bei jeder Kurve Richtig: A Die Flugbahn kann gegenüber dem Horizont geneigt sein. Deshalb hängt der Anstellwinkel von der relativen Strömung und nicht nur von der Lage der Nase ab. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q008 Anstellwinkel und relative Strömung Was kann Anstellwinkel plötzlich verändern? A Nur die Farbe des Flügels B Nur die Funkfrequenz C Nur der Kartenmaßstab D Böe oder geänderter Flugzustand Richtig: D Eine Änderung der relativen Strömung oder der Flugzeugbewegung verändert den Winkel. Deshalb können auch Böen und Laständerungen eine Rolle spielen. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q009 Anstellwinkel und relative Strömung Was ist die Profilsehne? A Nur die Oberseitenwölbung B Gerade Verbindung von Vorder- zu Hinterkante C Nur eine Druckleitung D Nur der Abstand der Flügelspitzen Richtig: B Die Sehne dient als geometrische Referenz des Profils. Sie ist von der Wölbungslinie und der Spannweite zu unterscheiden. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q010 Anstellwinkel und relative Strömung Warum ist dieser Winkel für den Abriss wichtig? A Ein kritischer Anstellwinkel begrenzt anliegende Strömung B Weil Geschwindigkeit nie relevant ist C Weil jeder Winkel über null verboten ist D Weil nur Höhe den Abriss auslöst Richtig: A Bei Überschreiten des kritischen Anstellwinkels kann sich Strömung stark ablösen. Fahrt ist im Zusammenhang mit Last und Konfiguration wichtig, aber der Abriss wird nicht allein durch eine feste Zahl definiert. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q011 Auftriebsentstehung ohne falsche Merksätze Welche Erklärung verbindet Auftrieb und Luftbewegung? A Teilchen müssen hinten gleichzeitig eintreffen B Auftrieb entsteht nur durch Lackfarbe C Druckverteilung und Änderung des Luftimpulses D Die Luft wird nicht beeinflusst Richtig: C Die aerodynamische Kraft kann über Oberflächendruck und über Impulsänderung der umgebenden Luft beschrieben werden. Beide Sichtweisen gehören zum gleichen physikalischen Vorgang. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q012 Auftriebsentstehung ohne falsche Merksätze Müssen Luftteilchen von Ober- und Unterseite gleichzeitig hinten ankommen? A Nein B Ja, nur beim Segelflug C Ja, nur bei gewölbtem Profil D Ja, immer Richtig: A Eine gleiche Ankunftszeit ist keine physikalische Vorschrift. Die Strömung ergibt sich aus dem gesamten Druck- und Geschwindigkeitsfeld. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q013 Auftriebsentstehung ohne falsche Merksätze Was bewirkt ein tragender Flügel insgesamt an der Luft? A Immer völlige Windstille B Eine Änderung ihrer Bewegung C Nur eine neue chemische Zusammensetzung D Nur eine Änderung des Sauerstoffanteils Richtig: B Die Luftbewegung wird verändert, unter anderem mit einem Abwärtsimpuls im tragenden Flug. Das ist mit der aufwärts gerichteten Kraft auf das Flugzeug verbunden. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q014 Auftriebsentstehung ohne falsche Merksätze Wovon hängt die Auftriebsverteilung ab? A Nur dem Funkrufzeichen B Nur der Flugzeugname C Nur geografischer Länge D Geometrie, Anstellwinkel und Strömungsbedingungen Richtig: D Profil, dreidimensionale Flügelform und Flugzustand bestimmen die Verteilung. Ein einzelner allgemeiner Merksatz ersetzt keine Betrachtung des tatsächlichen Zustands. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q015 Auftriebsentstehung ohne falsche Merksätze Wie verhalten sich Newton- und Druckbetrachtung? A Sie schließen einander zwingend aus B Eine gilt nur bei Nacht C Beide verlangen gleiche Teilchenreisezeit D Sie ergänzen einander Richtig: D Impulsbilanz und Oberflächendruck sind konsistente Beschreibungen. Sie sind keine konkurrierenden Zaubererklärungen, sondern betrachten denselben Kraftzusammenhang. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q016 Auftriebsgleichung und dynamischer Druck Wie geht Geschwindigkeit in die vereinfachte Auftriebsgleichung ein? A Nur als geografischer Winkel B Quadratisch C Nur linear D Gar nicht Richtig: B Dynamischer Druck enthält Geschwindigkeit zum Quadrat. Eine Änderung wirkt stark, wenn Dichte, Fläche und Auftriebsbeiwert tatsächlich konstant gehalten werden. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q017 Auftriebsgleichung und dynamischer Druck Doppelte Fahrt bei sonst gleichen Größen: berechneter Auftrieb? A Halbiert B Unverändert C Doppelt D Vierfach Richtig: D Das Quadrat von zwei ergibt vier. Die Aussage setzt ausdrücklich unveränderte Dichte, Fläche und unveränderten Auftriebsbeiwert voraus. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q018 Auftriebsgleichung und dynamischer Druck Welche Geschwindigkeit gehört in diese physikalische Gleichung? A Nur Grundgeschwindigkeit B Geschwindigkeit relativ zur Luft C Nur Windgeschwindigkeit D Nur Vertikalgeschwindigkeit des Barts Richtig: B Aerodynamische Kräfte beruhen auf der relativen Luftbewegung. Bodenbewegung enthält Wind und wird nicht ungeprüft eingesetzt. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q019 Auftriebsgleichung und dynamischer Druck Was verändert den Auftriebsbeiwert wesentlich? A Nur geografischer Norden B Nur die Startgebühr C Anstellwinkel und Konfiguration D Nur die Uhrenmarke Richtig: C Anstellwinkel, Profil, Klappen und Strömungszustand beeinflussen den Beiwert. Nahe dem Abriss gelten einfache lineare Annahmen nicht unbegrenzt. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q020 Auftriebsgleichung und dynamischer Druck Was braucht eine Vergleichsrechnung? A Eine Garantie für jeden Flugzustand B Nur einen bekannten Flugzeugnamen C Nur eine Zahl ohne Einheit D Klar benannte konstante und veränderte Größen Richtig: D Eine Rechnung ist nur unter ihren Voraussetzungen gültig. Reale Flugzustände verändern häufig mehrere Größen gleichzeitig. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q021 Widerstandsarten und Geschwindigkeit Was ist induzierter Widerstand? A Nur Reibung der Radlager B Nur Widerstand des Funkgeräts C Mit Auftrieb verbundener dreidimensionaler Widerstandsanteil D Nur Wind über Grund Richtig: C Induzierter Widerstand entsteht im Zusammenhang mit dem tragenden endlichen Flügel und seiner Strömung. Er hängt unter anderem von Auftriebsbedarf und Flügelgeometrie ab. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q022 Widerstandsarten und Geschwindigkeit Wann ist induzierter Widerstand bei gleichem nötigen Auftrieb oft größer? A Immer bei maximaler Fahrt B Bei langsamerer Fahrt C Nur bei ausgeschaltetem Funk D Nur bei leerem Akku Richtig: B Bei langsamerer Fahrt ist für denselben Auftrieb ein höherer Auftriebsbeiwert nötig. Der induzierte Anteil gewinnt dann häufig an Bedeutung. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q023 Widerstandsarten und Geschwindigkeit Wie verhält sich parasitärer Widerstand bei steigender Fahrt grob? A Er wird immer null B Er fällt immer auf die Hälfte C Er hat keinen Geschwindigkeitsbezug D Er steigt stark an Richtig: D Viele parasitäre Anteile steigen bei sonst gleichen Bedingungen ungefähr mit dem dynamischen Druck. Sehr schnelle Fahrt kann dadurch die Leistung verschlechtern. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q024 Widerstandsarten und Geschwindigkeit Ist langsamste mögliche Fahrt gleich bestes Gleiten? A Nein B Ja, immer C Ja, unabhängig von Last D Ja, bei jeder Konfiguration Richtig: A Bestes Gleiten liegt an einem bestimmten Verhältnis von Fahrt und Sinken. Langsamste Fahrt, geringstes Sinken und bestes Gleiten sind verschiedene Zustände. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q025 Widerstandsarten und Geschwindigkeit Was kann verschmutzte Flügeloberfläche bewirken? A Immer Gleitzahl erhöhen B Alle Widerstände beseitigen C Leistung verschlechtern D Die Spannweite verdoppeln Richtig: C Verschmutzung und Oberflächenfehler können die Strömung und den Widerstand beeinflussen. Konkrete Hinweise und Grenzen stammen aus dem Flughandbuch. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q026 Flügelform, Streckung und Wirbel Wie wird Flügelstreckung definiert? A Nur Länge des Rumpfs B Spannweite geteilt durch Masse C Fläche mal QNH D Spannweite zum Quadrat geteilt durch Fläche Richtig: D Die dimensionslose Streckung beschreibt die Flügelgeometrie. Bei rechteckigem Flügel entspricht sie auch ungefähr Spannweite geteilt durch mittlere Tiefe. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q027 Flügelform, Streckung und Wirbel Was kann größere Streckung bei vergleichbaren Bedingungen bewirken? A Immer keinen Widerstand mehr B Geringeren induzierten Widerstand C Immer größere zulässige Last D Automatisch kürzere Spannweite Richtig: B Eine größere Streckung kann den induzierten Anteil verringern. Profil, Verteilung, Struktur und weitere Bedingungen beeinflussen dennoch die Gesamtleistung. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q028 Flügelform, Streckung und Wirbel Warum ist Flügelströmung dreidimensional? A Weil die Karte dreidimensional ist B Weil der Funkkanal größer wird C Der Flügel besitzt endliche Spannweite D Weil es nur einen Profilpunkt gibt Richtig: C Ein endlicher Flügel beeinflusst die Luft auch seitlich und erzeugt Wirbelstrukturen. Eine reine Profilbetrachtung erfasst diese Wirkungen nicht vollständig. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q029 Flügelform, Streckung und Wirbel Was bleibt trotz günstiger aerodynamischer Form verbindlich? A Nur die Wunschgeschwindigkeit B Nur ein schöner Flügelumriss C Nur die maximale theoretische Gleitzahl D Struktur- und Betriebsgrenzen Richtig: D Aerodynamische Güte erlaubt keine Überschreitung zulässiger Last oder Geschwindigkeit. Das Flughandbuch verbindet verschiedene Grenzen für das konkrete Muster. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q030 Flügelform, Streckung und Wirbel Reicht Streckung allein zum vollständigen Leistungsvergleich? A Ja, unabhängig vom Profil B Nein C Ja, unabhängig von Oberfläche und Masse D Ja, immer Richtig: B Gesamtleistung hängt von mehr als einem Geometriemaß ab. Profil, Oberfläche, Masse, Konfiguration und Flugzustand werden gemeinsam beurteilt. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q031 Drei Achsen und Flugzeugbewegung Um welche Achse erfolgt Rollen? A Längsachse B Querachse C Hochachse D Geografische Erdachse Richtig: A Die Längsachse verläuft näherungsweise von Nase zu Heck. Rollen verändert die Querneigung um diese Achse. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q032 Drei Achsen und Flugzeugbewegung Um welche Achse erfolgt Nicken? A Querachse B Längsachse C Hochachse D Nullmeridian Richtig: A Die Querachse verläuft ungefähr zwischen den Flügeln. Nicken verändert die Längslage um diese Achse. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q033 Drei Achsen und Flugzeugbewegung Um welche Achse erfolgt Gieren? A Nur Querachse B Nur Längsachse C Flügelspannweite als Bodenlinie D Hochachse Richtig: D Die Hochachse verläuft ungefähr vertikal durch das Flugzeug. Gieren dreht die Nase seitlich relativ zum Flugzeugbezug. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q034 Drei Achsen und Flugzeugbewegung Können Bewegungen gekoppelt auftreten? A Nein, immer nur eine Achse B Nur bei ausgeschaltetem Funk C Nur am Boden D Ja Richtig: D Steuerflächen und aerodynamische Kräfte können mehrere Achsen beeinflussen. Abgestimmte Steuerung berücksichtigt Haupt- und Nebenwirkungen. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q035 Drei Achsen und Flugzeugbewegung Was verändert Rollen unmittelbar? A Automatisch geografische Höhe B Automatisch Flugplatzfreigabe C Querneigung D Immer QNH Richtig: C Rollen ist eine Lageänderung um die Längsachse. Daraus können weitere Flugweg- und Kraftänderungen folgen, die jedoch eigenständig betrachtet werden. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q036 Steuerflächen und Nebenwirkungen Welches Ruder wirkt hauptsächlich auf Nicken? A Seitenruder B Querruder C Radbremse D Höhenruder Richtig: D Das Höhenruder verändert Kräfte beziehungsweise Momente am Leitwerk und damit die Nickbewegung. Seine Wirkung ist mit Geschwindigkeit und Flugzustand verbunden. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q037 Steuerflächen und Nebenwirkungen Welches Ruder wirkt hauptsächlich auf Rollen? A Querruder B Seitenruder allein C Höhenruder allein D Kupplungsgriff Richtig: A Querruder verändern die Auftriebsverteilung zwischen den Flügeln und erzeugen ein Rollmoment. Nebenwirkungen werden durch abgestimmte Steuerung berücksichtigt. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q038 Steuerflächen und Nebenwirkungen Welches Ruder wirkt hauptsächlich auf Gieren? A Seitenruder B Höhenruder C Radbremse in der Luft D Bremsklappen als einzige Funktion Richtig: A Das Seitenruder erzeugt ein Giermoment. Es ist Teil koordinierter Steuerung und nicht bloß ein Ersatz für Querruder beim Kurvenflug. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q039 Steuerflächen und Nebenwirkungen Was bezeichnet negatives Wendemoment? A Eine Höhenmesserabweichung B Eine immer gleiche Windabdrift C Eine höhere Gleitzahl D Giertendenz entgegen dem eingeleiteten Rollen Richtig: D Ungleiche Widerstandsänderungen der Flügel können die Nase entgegen der beabsichtigten Richtung bewegen. Koordinierter Rudereinsatz berücksichtigt diese Nebenwirkung. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q040 Steuerflächen und Nebenwirkungen Was bestimmt die konkrete praktische Ruderanwendung? A Nur ein allgemeines Video B Nur die Größe des Displays C Nur der Kartenkurs D Muster, Flugzustand und Einweisung Richtig: D Wirkung und erforderliche Eingaben unterscheiden sich nach Muster und Zustand. Praktische Anwendung wird mit Lehrpersonal und nach Flughandbuch gelernt. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q041 Stabilität und Schwerpunktlage Was bedeutet statische Stabilität? A Immer vollständige Rückkehr ohne Zeitverlauf B Nur unveränderte Funkfrequenz C Nur feste Sitzposition D Anfängliche Tendenz nach einer Störung Richtig: D Statische Stabilität betrachtet die anfängliche Reaktion auf Auslenkung. Ob und wie eine Schwingung abklingt, ist eine Frage der dynamischen Stabilität. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q042 Stabilität und Schwerpunktlage Was betrachtet dynamische Stabilität? A Nur die erste Reaktionsrichtung B Nur die Kartengültigkeit C Nur die Größe der Batterie D Zeitlichen Verlauf nach einer Störung Richtig: D Eine Bewegung kann abklingen, bestehen bleiben oder anwachsen. Dieser zeitliche Verlauf wird von der anfänglichen statischen Tendenz unterschieden. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q043 Stabilität und Schwerpunktlage Welche Größe beeinflusst die Längsstabilität wesentlich? A Nur der Rufzeichenbuchstabe B Nur die Flugplatzhöhe als Name C Nur das Kalenderdatum D Schwerpunktlage Richtig: D Schwerpunktlage und Leitwerkswirkung verändern Momente und Stabilität. Die zulässigen Grenzen werden durch Beladung und Handbuch eingehalten. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q044 Stabilität und Schwerpunktlage Warum ist zu weit hinten liegender Schwerpunkt kritisch? A Er beseitigt jede Überziehgefahr B Stabilität und Beherrschbarkeit können beeinträchtigt sein C Er hebt maximale Masse auf D Er schafft immer zusätzliche Sicherheitsreserve Richtig: B Hintere Schwerpunktlage kann Längsstabilität und Steuercharakteristik verschlechtern. Eine angenehme Steuerkraft beweist keine zulässige Beladung. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q045 Stabilität und Schwerpunktlage Was entscheidet über zulässige Schwerpunktlage? A Nur das Gefühl am Knüppel B Nur ein allgemeines Modell C Nur die Länge der Flugstrecke D Flughandbuch und gültige Beladungsdaten Richtig: D Mustergrenzen und aktuelle Wäge- beziehungsweise Beladungsdaten sind maßgeblich. Schematische Beispiele sind keine Freigabe für reale Beladung. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q046 Koordinierte Kurve und Querneigung Welche Kraftkomponente ermöglicht in der koordinierten Kurve die Richtungsänderung? A Nur der Druck auf dem Sitzkissen B Nur das Seitenruder als unabhängiger Antrieb C Nur die Funkleistung D Seitliche Komponente des Auftriebs Richtig: D Die geneigte Auftriebskraft besitzt eine seitliche Komponente. Sie erzeugt die zur gekrümmten Bahn nötige Beschleunigung. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q047 Koordinierte Kurve und Querneigung Was muss in stationärer Horizontalkurve die Gewichtskraft ausgleichen? A Nur die seitliche Auftriebskomponente B Nur Widerstand C Nur Windgeschwindigkeit D Vertikale Auftriebskomponente Richtig: D Für unveränderte Höhe wird vertikal Gleichgewicht benötigt. Bei Querneigung ist deshalb insgesamt mehr Auftrieb als im geraden Horizontalflug nötig. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q048 Koordinierte Kurve und Querneigung Welche Formel gilt für stationäre koordinierte Horizontalkurve? A n gleich Kosinus ohne Kehrwert B n gleich 1 durch Kosinus der Querneigung C n gleich Wind durch Masse D n ist immer null Richtig: B Die Formel setzt koordinierte stationäre Horizontalkurve voraus. Sie wird nicht ungeprüft auf jeden dynamischen, sinkenden oder unkoordinierten Zustand übertragen. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q049 Koordinierte Kurve und Querneigung Welches Lastvielfache ergibt sich bei 45 Grad ungefähr? A 1 B 1,41 C 2 D 0,71 Richtig: B Der Kosinus von 45 Grad beträgt ungefähr 0,707. Dessen Kehrwert ist etwa 1,414; das Ergebnis hängt an den genannten Voraussetzungen. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q050 Koordinierte Kurve und Querneigung Was bedeutet koordiniert im Kurvenkontext? A Ausschließlich Seitenruder betätigen B Passend abgestimmte Bewegungen ohne unerwünschten Schiebe- oder Rutschzustand C Nur ein geometrisch runder Kartenkreis D Jede steile Kurve unabhängig von Fahrt Richtig: B Koordination verbindet Rudereinsatz, Lage und Kräfte. Die praktische Beurteilung und Ausführung werden musterbezogen in der Ausbildung geübt. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q051 Lastvielfaches und Überziehgeschwindigkeit Wie hängt Überziehgeschwindigkeit näherungsweise mit Lastvielfachem zusammen? A Sie steigt mit dessen Quadratwurzel B Sie ist gleich der Querneigung C Sie bleibt immer konstant D Sie sinkt immer linear Richtig: A Bei gleicher Konfiguration und gleichem maximalem Auftriebsbeiwert steigt die nötige Geschwindigkeit mit der Quadratwurzel der Last. Reale Handbuchwerte bleiben maßgeblich. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q052 Lastvielfaches und Überziehgeschwindigkeit Wie verändert sich die Überziehgeschwindigkeit bei Last zwei? A Auf ungefähr das 1,41-Fache B Auf die Hälfte C Auf das Vierfache D Sie wird null Richtig: A Die Quadratwurzel von zwei beträgt etwa 1,414. Ein verdoppelter Auftriebsbedarf führt also nicht zu einer Verdopplung, sondern zu diesem Geschwindigkeitsfaktor. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q053 Lastvielfaches und Überziehgeschwindigkeit Beispiel Vs 60 bei Last eins: Vs bei Last zwei ungefähr? A 60 Kilometer pro Stunde B 120 Kilometer pro Stunde C 30 Kilometer pro Stunde D 85 Kilometer pro Stunde Richtig: D 60 mal Quadratwurzel aus zwei ergibt etwa 84,9. Die Rechnung ist ein schematisches Beispiel bei unveränderter Konfiguration. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q054 Lastvielfaches und Überziehgeschwindigkeit Kann ein Abriss oberhalb der üblichen 1-G-Überziehfahrt auftreten? A Nein, nie B Ja C Nur bei ausgeschaltetem Funk D Nur unter Meereshöhe Richtig: B Mehr Last verlangt mehr Auftrieb und kann den kritischen Anstellwinkel bei höherer Fahrt erreichen lassen. Die bekannte 1-G-Zahl ist kein Schutz für jeden Flugzustand. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q055 Lastvielfaches und Überziehgeschwindigkeit Was ist bei abruptem Ziehen wichtig? A Last und kritischer Anstellwinkel können rasch steigen B Nur Grundgeschwindigkeit ändert sich C Die Last bleibt zwingend eins D Es gibt keine Strukturwirkung Richtig: A Dynamische Eingaben können Last und Anstellwinkel erhöhen. Geschwindigkeit und zulässige Belastung werden zusammen mit Musterverfahren berücksichtigt. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q056 Strömungsabriss erkennen und verstehen Was ist die grundlegende Abrissbedingung? A Kritischer Anstellwinkel wird überschritten B Immer Nase unter dem Horizont C Immer genau ein universeller Fahrtwert D Immer Gegenwind über 5 Knoten Richtig: A Der Abriss ist an den kritischen Anstellwinkel gebunden. Die Geschwindigkeit, bei der dies erreicht wird, hängt unter anderem von Last und Konfiguration ab. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q057 Strömungsabriss erkennen und verstehen Sind Abrisswarnzeichen für alle Muster identisch? A Ja, unabhängig von Last B Nein C Ja, immer dasselbe Geräusch D Ja, immer dieselbe Farbe Richtig: B Warnverhalten und Steuercharakteristik unterscheiden sich. Handbuch und Ausbildung vermitteln die für das Muster passenden Hinweise und Verfahren. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q058 Strömungsabriss erkennen und verstehen Welche Wirkung kann Verschmutzung am Flügel haben? A Jeden Abriss verhindern B Abriss- und Leistungscharakteristik verändern C Die maximale Last unbeschränkt erhöhen D Immer bessere Steuerbarkeit schaffen Richtig: B Oberflächenzustand beeinflusst die Strömung. Auswirkungen und Vorsichtsmaßnahmen werden aus den Musterunterlagen abgeleitet. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q059 Strömungsabriss erkennen und verstehen Was ist eine wesentliche physikalische Voraussetzung zur Beendigung des Abrisses? A Anstellwinkel unter den kritischen Bereich bringen B Nur einen anderen Funkkanal wählen C Nur mehr Seitenruder unabhängig vom Verfahren D Nur die Karte schließen Richtig: A Die Strömung kann erst wieder geeignet anliegen, wenn der kritische Winkel unterschritten wird. Die konkrete sichere Ausführung richtet sich nach dem freigegebenen Musterverfahren. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q060 Strömungsabriss erkennen und verstehen Wo wird praktische Abrisserkennung gelernt? A Allein nach einem Video in geringer Höhe B Mit Lehrpersonal unter geeigneten Bedingungen C Im normalen Endanflug als Experiment D Durch Überschreiten unbekannter Grenzen Richtig: B Abrissübungen brauchen Ausbildung, geeignete Höhe und freigegebene Verfahren. Ein Theoriebeispiel vermittelt Verständnis, keine alleinige praktische Durchführung. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q061 Trudeln und Spiralsturz unterscheiden Welches Merkmal gehört zum Trudeln? A Immer unverändert hoher Fahrtwert ohne Abriss B Nur eine normale flache Kurve C Abgerissener autorotierender Flugzustand D Nur ein Funkdefekt Richtig: C Trudeln verbindet Abriss mit Autorotation. Seine Merkmale und die zugelassenen Verfahren unterscheiden sich zwischen Mustern. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q062 Trudeln und Spiralsturz unterscheiden Was kann einen Spiralsturz kennzeichnen? A Zwingend dauerhaft vollständig abgerissene Tragfläche B Immer geringe konstante Fahrt C Zunehmende Fahrt und Belastung in steiler Kurve D Keine Höhenänderung Richtig: C Im Spiralsturz kann die Fahrt stark steigen und hohe Belastung entstehen. Er wird nicht mit einem Trudeln gleichgesetzt. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q063 Trudeln und Spiralsturz unterscheiden Warum ist die Unterscheidung sicherheitsrelevant? A Beide Zustände haben immer identische Ursachen B Verfahren und Gefahren sind unterschiedlich C Nur die Kartenfarbe ändert sich D Es gibt für beide keine Grenzen Richtig: B Eine falsche Zustandsannahme kann ungeeignete Reaktion auslösen. Musterverfahren und Ausbildung vermitteln die richtige Einordnung. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q064 Trudeln und Spiralsturz unterscheiden Woher stammt ein zulässiges Ausleitverfahren? A Aus einer universellen kurzen Merkliste allein B Aus einem beliebigen Kommentarfeld C Aus dem Flughandbuch und der Muster-Ausbildung D Aus dem Vereinslogo Richtig: C Trudel- und andere Notverfahren sind musterabhängig. Eine allgemeine Liste wird nicht als sichere Anleitung für jedes Motorflugzeug übernommen. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q065 Trudeln und Spiralsturz unterscheiden Sind eigenständige ungeübte Trudelversuche ein geeignetes Lernverfahren? A Ja, besonders in geringer Höhe B Nein C Ja, wenn ein Video läuft D Ja, unabhängig von Zulassung Richtig: B Solche Manöver brauchen passende Zulassung, Lehrpersonal und sichere Bedingungen. Theorie ersetzt diese Voraussetzungen nicht. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q066 Klappen, Propeller und Konfiguration Welche typische Wirkung haben Landeklappen bei geeignetem Einsatz? A Aufhebung der strukturellen Grenzen B Immer weniger Widerstand und mehr Endgeschwindigkeit C Mehr maximaler Auftrieb, meist auch mehr Widerstand D Keine Änderung der Überziehgeschwindigkeit Richtig: C Klappen verändern Profil und Auftriebsbeiwert. Je nach Stellung und Bauart steigen auch Widerstand und Nickmoment; konkrete Werte sind musterabhängig. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q067 Klappen, Propeller und Konfiguration Was begrenzt VFE? A Die zulässige Geschwindigkeit mit der angegebenen Klappenstellung B Die höchste Funkfrequenz C Die Kraftstoffreserve D Den minimalen Öldruck Richtig: A VFE bezieht sich auf die jeweils genannte Klappenstellung. Unterschiedliche Stufen können unterschiedliche Grenzen besitzen. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q068 Klappen, Propeller und Konfiguration Warum kann sich bei Leistungsänderung ein Giermoment ergeben? A Propeller- und Antriebseffekte wirken auf das Flugzeug B Weil Auftrieb keinen Bezug zur Luft hat C Weil das Höhenruder gesperrt wird D Weil der Kompass die Nase dreht Richtig: A Drehmoment, Propellerstrahl und asymmetrische Blattbelastung können gekoppelte Effekte verursachen. Richtung und Ausmaß hängen von Muster und Flugzustand ab. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q069 Klappen, Propeller und Konfiguration Was bedeutet Trimmen? A Das Flugzeug gegen jeden Stall sichern B Steuerkräfte für den gewählten Zustand verringern C Den Schwerpunkt beliebig verschieben D Automatische Luftraumfreigabe Richtig: B Trimmen reduziert dauernde Steuerkräfte. Es ersetzt weder Flugzustandskontrolle noch das Einhalten der Betriebsgrenzen. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q070 Klappen, Propeller und Konfiguration Warum wird nach Konfigurationsänderung die Fahrt kontrolliert? A Weil sich Kräfte, Widerstand und Trimmung ändern können B Weil der Wind sofort verschwindet C Weil der Fahrtmesser immer ausfällt D Weil VNE automatisch steigt Richtig: A Eine geänderte Konfiguration beeinflusst das Gleichgewicht. Sichere Führung erfordert passende Leistung, Fluglage und Kontrolle der Geschwindigkeit. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q071 Energie, Propellerwirkung und Leistungsüberschuss Was beschreibt die nutzbare Überschussleistung? A Verfügbare Leistung minus erforderliche Leistung B Nur den maximalen Ladedruck C Gewicht mal Funkfrequenz D Tankinhalt minus Ölstand Richtig: A Der Leistungsüberschuss steht unter anderem für stationäres Steigen zur Verfügung. Für konkrete Flugleistungen ist das AFM maßgeblich. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q072 Energie, Propellerwirkung und Leistungsüberschuss Welche Geschwindigkeit dient grundsätzlich der besten Steigrate? A VFE B VY C VX D VNE Richtig: B VY optimiert Höhengewinn pro Zeit unter den angegebenen Bedingungen. VX optimiert Höhengewinn pro horizontaler Strecke. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q073 Energie, Propellerwirkung und Leistungsüberschuss Welche Geschwindigkeit dient grundsätzlich dem besten Steigwinkel? A VX B VFE immer C VA immer D VNE Richtig: A VX dient dem größten Höhengewinn je horizontaler Strecke. Der Wert und sein Höhenbezug sind muster- und bedingungsabhängig. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q074 Energie, Propellerwirkung und Leistungsüberschuss Was folgt aus zu starkem Hochziehen ohne ausreichenden Leistungsüberschuss? A Fahrtabbau und Annäherung an einen kritischen Anstellwinkel sind möglich B Sicheres Verschwinden des Widerstands C Automatische Erhöhung der Motornennleistung D Unbegrenztes Steigen bei gleicher Fahrt Richtig: A Ein Pitchwechsel verteilt Energie um. Zu geringe Fahrt und zu großer Anstellwinkel können trotz hoher Leistung zum Strömungsabriss führen. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q075 Energie, Propellerwirkung und Leistungsüberschuss Warum verändert heiße Luft die Leistungsbeurteilung? A Weil die Piste länger wird B Weil heiße Luft immer dichter ist C Geringere Dichte kann Antrieb und aerodynamische Leistung verschlechtern D Weil Masse automatisch abnimmt Richtig: C Bei hoher Dichtehöhe können Startstrecke zunehmen und Steigleistung abnehmen. Tabellenbedingungen und Korrekturen müssen zum tatsächlichen Flug passen. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q076 Betriebsgrenzen und aerodynamisches Urteil Was bedeutet VNE grundsätzlich? A Geschwindigkeit, die nicht überschritten werden darf B Überziehgeschwindigkeit C Nur Mindestfahrt im Anflug D Empfohlene dauernde Wettbewerbsfahrt Richtig: A VNE ist eine nicht zu überschreitende Grenze. Weitere Limits können bereits bei geringerer Fahrt gelten, abhängig von Zustand, Konfiguration und Handbuch. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q077 Betriebsgrenzen und aerodynamisches Urteil Sind alle zulässigen Geschwindigkeiten für jede Konfiguration gleich? A Nein B Ja, immer C Ja, bei jedem Motorflugzeug D Ja, solange die rote Marke nicht erreicht ist Richtig: A Klappen, Fahrwerk, Ballast und Bedingungen können eigene Grenzen besitzen. Das zum konkreten Zustand passende Limit ist maßgeblich. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q078 Betriebsgrenzen und aerodynamisches Urteil Was ist bei VNE und großer Höhe zu prüfen? A Nur ein pauschaler gleicher IAS-Wert für alle Muster B Nur der Tablet-Akku C Musterbezogene Höhenvorgaben und Tabellen D Nur die Windherkunft Richtig: C Einige Muster benötigen eine höhenabhängige Begrenzung oder besondere Anwendung. Eine allgemeine Aussage ersetzt die entsprechende Handbuchtabelle nicht. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q079 Betriebsgrenzen und aerodynamisches Urteil Was gilt bei Turbulenz? A Jede Fahrt bis VNE ist immer unbedenklich B Alle Lasten werden automatisch null C Passende Geschwindigkeits- und Belastungsgrenzen beachten D Bremsklappen dürfen beliebig benutzt werden Richtig: C Böen können Lasten und Anstellwinkel verändern. Zulässige Geschwindigkeiten und Verfahren für turbulente Bedingungen werden musterbezogen angewandt. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH Q080 Betriebsgrenzen und aerodynamisches Urteil Was ist das Ziel aerodynamischen Verständnisses? A Grenzen geschickt umgehen B Jedes Manöver ohne Ausbildung versuchen C Eine Zahl unabhängig vom Zustand merken D Zusammenhänge erklären und sichere Grenzen einhalten Richtig: D Verständnis macht Voraussetzungen und Wirkung klar. Es unterstützt sichere Anwendung innerhalb von Ausbildung, Zulassung und Handbuchgrenzen. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T01 Abschlusstest Wiederholung: Wodurch wird ein stationärer Steigflug energetisch ermöglicht? A Durch abgeschalteten Widerstand B Allein durch Hochziehen ohne Energiequelle C Durch einen ausreichenden Leistungsüberschuss D Durch Gewichtslosigkeit Richtig: C Im stationären Steigflug muss zusätzliche potenzielle Energie bereitgestellt werden. Dafür ist überschüssige nutzbare Leistung erforderlich. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T02 Abschlusstest Wiederholung: Was kann Anstellwinkel plötzlich verändern? A Böe oder geänderter Flugzustand B Nur die Farbe des Flügels C Nur der Kartenmaßstab D Nur die Funkfrequenz Richtig: A Eine Änderung der relativen Strömung oder der Flugzeugbewegung verändert den Winkel. Deshalb können auch Böen und Laständerungen eine Rolle spielen. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T03 Abschlusstest Wiederholung: Was bewirkt ein tragender Flügel insgesamt an der Luft? A Nur eine neue chemische Zusammensetzung B Nur eine Änderung des Sauerstoffanteils C Eine Änderung ihrer Bewegung D Immer völlige Windstille Richtig: C Die Luftbewegung wird verändert, unter anderem mit einem Abwärtsimpuls im tragenden Flug. Das ist mit der aufwärts gerichteten Kraft auf das Flugzeug verbunden. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T04 Abschlusstest Wiederholung: Welche Geschwindigkeit gehört in diese physikalische Gleichung? A Nur Windgeschwindigkeit B Geschwindigkeit relativ zur Luft C Nur Grundgeschwindigkeit D Nur Vertikalgeschwindigkeit des Barts Richtig: B Aerodynamische Kräfte beruhen auf der relativen Luftbewegung. Bodenbewegung enthält Wind und wird nicht ungeprüft eingesetzt. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T05 Abschlusstest Wiederholung: Wie verhält sich parasitärer Widerstand bei steigender Fahrt grob? A Er fällt immer auf die Hälfte B Er hat keinen Geschwindigkeitsbezug C Er wird immer null D Er steigt stark an Richtig: D Viele parasitäre Anteile steigen bei sonst gleichen Bedingungen ungefähr mit dem dynamischen Druck. Sehr schnelle Fahrt kann dadurch die Leistung verschlechtern. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T06 Abschlusstest Wiederholung: Warum ist Flügelströmung dreidimensional? A Weil der Funkkanal größer wird B Weil die Karte dreidimensional ist C Weil es nur einen Profilpunkt gibt D Der Flügel besitzt endliche Spannweite Richtig: D Ein endlicher Flügel beeinflusst die Luft auch seitlich und erzeugt Wirbelstrukturen. Eine reine Profilbetrachtung erfasst diese Wirkungen nicht vollständig. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T07 Abschlusstest Wiederholung: Um welche Achse erfolgt Gieren? A Nur Querachse B Hochachse C Flügelspannweite als Bodenlinie D Nur Längsachse Richtig: B Die Hochachse verläuft ungefähr vertikal durch das Flugzeug. Gieren dreht die Nase seitlich relativ zum Flugzeugbezug. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T08 Abschlusstest Wiederholung: Welches Ruder wirkt hauptsächlich auf Gieren? A Bremsklappen als einzige Funktion B Radbremse in der Luft C Höhenruder D Seitenruder Richtig: D Das Seitenruder erzeugt ein Giermoment. Es ist Teil koordinierter Steuerung und nicht bloß ein Ersatz für Querruder beim Kurvenflug. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T09 Abschlusstest Wiederholung: Welche Größe beeinflusst die Längsstabilität wesentlich? A Nur die Flugplatzhöhe als Name B Nur das Kalenderdatum C Schwerpunktlage D Nur der Rufzeichenbuchstabe Richtig: C Schwerpunktlage und Leitwerkswirkung verändern Momente und Stabilität. Die zulässigen Grenzen werden durch Beladung und Handbuch eingehalten. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T10 Abschlusstest Wiederholung: Welche Formel gilt für stationäre koordinierte Horizontalkurve? A n gleich Kosinus ohne Kehrwert B n gleich 1 durch Kosinus der Querneigung C n gleich Wind durch Masse D n ist immer null Richtig: B Die Formel setzt koordinierte stationäre Horizontalkurve voraus. Sie wird nicht ungeprüft auf jeden dynamischen, sinkenden oder unkoordinierten Zustand übertragen. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T11 Abschlusstest Wiederholung: Beispiel Vs 60 bei Last eins: Vs bei Last zwei ungefähr? A 60 Kilometer pro Stunde B 85 Kilometer pro Stunde C 120 Kilometer pro Stunde D 30 Kilometer pro Stunde Richtig: B 60 mal Quadratwurzel aus zwei ergibt etwa 84,9. Die Rechnung ist ein schematisches Beispiel bei unveränderter Konfiguration. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T12 Abschlusstest Wiederholung: Welche Wirkung kann Verschmutzung am Flügel haben? A Die maximale Last unbeschränkt erhöhen B Immer bessere Steuerbarkeit schaffen C Abriss- und Leistungscharakteristik verändern D Jeden Abriss verhindern Richtig: C Oberflächenzustand beeinflusst die Strömung. Auswirkungen und Vorsichtsmaßnahmen werden aus den Musterunterlagen abgeleitet. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T13 Abschlusstest Wiederholung: Warum ist die Unterscheidung sicherheitsrelevant? A Es gibt für beide keine Grenzen B Beide Zustände haben immer identische Ursachen C Nur die Kartenfarbe ändert sich D Verfahren und Gefahren sind unterschiedlich Richtig: D Eine falsche Zustandsannahme kann ungeeignete Reaktion auslösen. Musterverfahren und Ausbildung vermitteln die richtige Einordnung. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T14 Abschlusstest Wiederholung: Warum kann sich bei Leistungsänderung ein Giermoment ergeben? A Propeller- und Antriebseffekte wirken auf das Flugzeug B Weil das Höhenruder gesperrt wird C Weil der Kompass die Nase dreht D Weil Auftrieb keinen Bezug zur Luft hat Richtig: A Drehmoment, Propellerstrahl und asymmetrische Blattbelastung können gekoppelte Effekte verursachen. Richtung und Ausmaß hängen von Muster und Flugzustand ab. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T15 Abschlusstest Wiederholung: Welche Geschwindigkeit dient grundsätzlich dem besten Steigwinkel? A VA immer B VNE C VX D VFE immer Richtig: C VX dient dem größten Höhengewinn je horizontaler Strecke. Der Wert und sein Höhenbezug sind muster- und bedingungsabhängig. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T16 Abschlusstest Wiederholung: Was ist bei VNE und großer Höhe zu prüfen? A Nur ein pauschaler gleicher IAS-Wert für alle Muster B Nur der Tablet-Akku C Musterbezogene Höhenvorgaben und Tabellen D Nur die Windherkunft Richtig: C Einige Muster benötigen eine höhenabhängige Begrenzung oder besondere Anwendung. Eine allgemeine Aussage ersetzt die entsprechende Handbuchtabelle nicht. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T17 Abschlusstest Wiederholung: Bewirkt Ziehen am Höhenruder allein einen dauerhaft höheren Energieinhalt? A Ja, unabhängig von Leistung und Widerstand B Ja, sobald die Klappen ausgefahren sind C Nein, es verteilt unter anderem Fahrt und Höhe um D Nur wenn der Kompass nach Norden zeigt Richtig: C Eine Lageänderung kann Fahrt in Höhe umwandeln. Dauerhaftes Steigen bei erhaltener Fahrt braucht Leistung; Widerstand verbraucht mechanische Energie. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T18 Abschlusstest Wiederholung: Was ist die Profilsehne? A Gerade Verbindung von Vorder- zu Hinterkante B Nur eine Druckleitung C Nur der Abstand der Flügelspitzen D Nur die Oberseitenwölbung Richtig: A Die Sehne dient als geometrische Referenz des Profils. Sie ist von der Wölbungslinie und der Spannweite zu unterscheiden. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T19 Abschlusstest Wiederholung: Wovon hängt die Auftriebsverteilung ab? A Nur der Flugzeugname B Geometrie, Anstellwinkel und Strömungsbedingungen C Nur dem Funkrufzeichen D Nur geografischer Länge Richtig: B Profil, dreidimensionale Flügelform und Flugzustand bestimmen die Verteilung. Ein einzelner allgemeiner Merksatz ersetzt keine Betrachtung des tatsächlichen Zustands. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH T20 Abschlusstest Wiederholung: Was verändert den Auftriebsbeiwert wesentlich? A Nur die Startgebühr B Nur geografischer Norden C Nur die Uhrenmarke D Anstellwinkel und Konfiguration Richtig: D Anstellwinkel, Profil, Klappen und Strömungszustand beeinflussen den Beiwert. Nahe dem Abriss gelten einfache lineare Annahmen nicht unbegrenzt. Grundlage: AMC1 FCL.210/FCL.215; technische Grundlagen; AFM/POH