Luftrecht für die SPL Deutsche SPL-Prüfung. 140 eigene Fragen, kein offizieller Fragenkatalog. Quellenprüfung: 14.10.2026 Q001 Rechtsquellen und Organisationen Welche Vorschrift behandelt die Segelfluglizenz und ihre Berechtigungen? A Part-SFCL B Die Wettervorhersage C Part-SAO allein D Die Platzrundenkarte allein Richtig: A Part-SFCL regelt Ausbildung, Lizenz und Berechtigungen. Verkehrsregeln und Betriebsanforderungen prüfst du zusätzlich. Grundlage: AMC1 SFCL.130; EU 2018/1976; EU 923/2012; LuftVG § 1; ICAO Annexes overview Q002 Rechtsquellen und Organisationen Wo stehen die gemeinsamen europäischen Luftverkehrsregeln? A Nur im Kaufvertrag B In SERA C Nur in der Vereinssatzung D Nur im Flughandbuch Richtig: B SERA enthält unter anderem Ausweichregeln, Sichtflugregeln, Luftraumklassen und Anforderungen an Freigaben. Grundlage: AMC1 SFCL.130; EU 2018/1976; EU 923/2012; LuftVG § 1; ICAO Annexes overview Q003 Rechtsquellen und Organisationen Welche Aufgabe hat die ICAO vor allem? A Erteilung örtlicher Startfreigaben B Wartung deutscher Vereinssegler C Ausstellung jeder deutschen SPL D Internationale Standards für die Zivilluftfahrt Richtig: D Die ICAO schafft internationale Standards. Nationale und europäische Regeln setzen diese für die jeweiligen Anwender um. Grundlage: AMC1 SFCL.130; EU 2018/1976; EU 923/2012; LuftVG § 1; ICAO Annexes overview Q004 Rechtsquellen und Organisationen Was bedeutet freie Luftraumnutzung nach LuftVG § 1? A Privatpiloten sind von SERA befreit B Freiheit innerhalb geltender Beschränkungen C Jeder Luftraum ist ohne Freigabe offen D NOTAM gelten nur für Airlines Richtig: B Gesetze, EU-Recht und andere anwendbare Vorschriften können die Nutzung beschränken. Eine Kontrollzone bleibt freigabepflichtig. Grundlage: AMC1 SFCL.130; EU 2018/1976; EU 923/2012; LuftVG § 1; ICAO Annexes overview Q005 Rechtsquellen und Organisationen An wen wendet sich ein deutscher SPL-Bewerber normalerweise für die Lizenzverwaltung? A An den Flugzeughersteller B An den ICAO-Sitz in Montreal C An die zuständige Landesluftfahrtbehörde D An die Wetterstation Richtig: C Die zuständige Luftfahrtbehörde bearbeitet die Lizenz. Die konkrete Zuständigkeit richtet sich nach dem jeweiligen Bundesland. Grundlage: AMC1 SFCL.130; EU 2018/1976; EU 923/2012; LuftVG § 1; ICAO Annexes overview Q006 Rechtsquellen und Organisationen Welche Regelgruppe betrifft primär den Betrieb eines Segelflugzeugs? A Nur Part-SFCL B Nur das Vereinsflugbuch C Nur die Versicherungsbedingungen D Part-SAO Richtig: D Part-SAO enthält Pflichten für den Betrieb. Dazu gehören Flugvorbereitung, Dokumente, Ausrüstung und Verantwortung des Kommandanten. Grundlage: AMC1 SFCL.130; EU 2018/1976; EU 923/2012; LuftVG § 1; ICAO Annexes overview Q007 Verantwortung und sichere Entscheidungen Wer trägt die Verantwortung für die sichere Durchführung des Fluges? A Immer nur der Startleiter B Der verantwortliche Pilot C Jeder Zuschauer gleichermaßen D Immer nur der Halter Richtig: B Der PIC trägt die Verantwortung für den Betrieb. Unterstützung durch Startleiter, Halter oder Flugsicherung hebt diese Aufgabe nicht auf. Grundlage: SERA.2010, .2015, .2020, .3101; SAO.GEN.125, .130 Q008 Verantwortung und sichere Entscheidungen Du erhältst eine Freigabe, erkennst aber eine unmittelbare Kollisionsgefahr. Was ist richtig? A Die Kollision vermeiden und ATC informieren B Die Freigabe ungeprüft ausführen C Alle Funkgeräte sofort ausschalten D Die Verantwortung liegt nur beim Lotsen Richtig: A Eine Freigabe ersetzt die Pflicht zur Kollisionsvermeidung nicht. Melde, warum die Anweisung nicht sicher ausführbar ist. Grundlage: SERA.2010, .2015, .2020, .3101; SAO.GEN.125, .130 Q009 Verantwortung und sichere Entscheidungen Wann darf ein PIC zur Sicherheit von Verkehrsregeln abweichen? A Wenn eine Notlage dies unbedingt notwendig macht B Wenn ein Mitflieger darum bittet C Wenn Thermik verloren gehen könnte D Wenn die Flugstrecke dadurch kürzer wird Richtig: A Die Ausnahme betrifft eine konkrete Notlage und die unbedingt notwendige Abweichung. Sie ist keine allgemeine Erleichterung. Grundlage: SERA.2010, .2015, .2020, .3101; SAO.GEN.125, .130 Q010 Verantwortung und sichere Entscheidungen Welche Vorbereitung ist bei einem Streckenflug erforderlich? A Nur die Startzeit merken B Verfügbare relevante Informationen prüfen C Nur den Flugzeugtyp kennen D Nur die letzte Jahreskarte ansehen Richtig: B Wetter, Luftraum, NOTAM und Landemöglichkeiten sind relevante Informationen. Die genaue Vorbereitung richtet sich nach dem geplanten Flug. Grundlage: SERA.2010, .2015, .2020, .3101; SAO.GEN.125, .130 Q011 Verantwortung und sichere Entscheidungen Der PIC gibt die Steuerung kurz ab. Welche Aussage stimmt? A Seine Verantwortung endet sofort B Seine Verantwortung bleibt bestehen C Der Flug zählt automatisch als Schulflug D Der Halter wird automatisch PIC Richtig: B Die Verantwortung des bestimmten Kommandanten besteht auch dann, wenn er die Steuerung nicht ständig selbst bedient. Grundlage: SERA.2010, .2015, .2020, .3101; SAO.GEN.125, .130 Q012 Verantwortung und sichere Entscheidungen Ein Steuerungsproblem ist vor dem Start ungeklärt. Was folgt? A Mit geringerer Höhe weiterfliegen B Nur schneller starten C Den Mangel erst nach der Landung melden D Den Start bis zur Klärung unterlassen Richtig: D Ein ungeklärter sicherheitsrelevanter Mangel verhindert eine verantwortbare Startentscheidung. Eine mündliche Vermutung ersetzt keine technische Klärung. Grundlage: SERA.2010, .2015, .2020, .3101; SAO.GEN.125, .130 Q013 Ausbildung und Theorieprüfung Welches Mindestalter gilt für die Ausstellung einer SPL? A 18 Jahre B 21 Jahre C 16 Jahre D 14 Jahre Richtig: C Sechzehn Jahre ist das Mindestalter für die Lizenz. Vierzehn Jahre betrifft den autorisierten und beaufsichtigten Alleinflug eines Schülers. Grundlage: SFCL.120, .125, .130, .135; AMC1 SFCL.135 Q014 Ausbildung und Theorieprüfung Welche Voraussetzung gilt für den Alleinflug eines vierzehnjährigen Schülers? A Nur zwanzig Flugstunden B Autorisierung und Aufsicht durch FI(S) C Nur ein Vereinsbeitritt D Nur Zustimmung eines Freundes Richtig: B Das Mindestalter allein genügt nicht. Der Fluglehrer muss den Alleinflug autorisieren und beaufsichtigen. Die übrigen Voraussetzungen bleiben ebenfalls erforderlich. Grundlage: SFCL.120, .125, .130, .135; AMC1 SFCL.135 Q015 Ausbildung und Theorieprüfung Welche Bestehensgrenze gilt je theoretischem Prüfungsfach? A Immer genau 100 Prozent B Mindestens 50 Prozent C Mindestens 75 Prozent D Mindestens 60 Prozent Richtig: C Die fünfundsiebzig Prozent gelten für jedes Fach. Ein gutes Ergebnis in einem anderen Fach gleicht ein nicht bestandenes Fach nicht aus. Grundlage: SFCL.120, .125, .130, .135; AMC1 SFCL.135 Q016 Ausbildung und Theorieprüfung Wie beginnt die achtzehnmonatige Gesamtfrist? A Mit dem ersten Alleinflug B Mit dem Kauf eines Lehrbuchs C Am Tag des ersten Vereinsbesuchs D Am Ende des Monats des ersten Prüfungsversuchs Richtig: D Der Monatsbezug ist entscheidend. Die Frist betrifft das Bestehen aller erforderlichen theoretischen Prüfungsfächer. Grundlage: SFCL.120, .125, .130, .135; AMC1 SFCL.135 Q017 Ausbildung und Theorieprüfung Ein Fach wurde in vier Versuchen nicht bestanden. Was verlangt SFCL.135? A Nur eine mündliche Erklärung B Automatische Anerkennung der anderen Ergebnisse auf Dauer C Ergänzende Ausbildung und erneuten gesamten Prüfungssatz D Nur einen fünften Versuch ohne Weiteres Richtig: C Nach vier erfolglosen Versuchen greift die Regel für den gesamten Prüfungssatz. Die Ausbildungsorganisation legt die notwendige zusätzliche Ausbildung fest. Grundlage: SFCL.120, .125, .130, .135; AMC1 SFCL.135 Q018 Ausbildung und Theorieprüfung Wie lange ist die vollständig bestandene SPL-Theorie grundsätzlich gültig? A 18 Monate ab Lizenzausstellung B Unbegrenzt ohne weitere Bedingungen C 12 Monate ab Ausbildungsbeginn D 24 Monate ab vollständigem Bestehen Richtig: D Die Gültigkeit der abgeschlossenen Theorie beträgt vierundzwanzig Monate. Verwechsle sie nicht mit der achtzehnmonatigen Frist zum Bestehen aller Fächer. Grundlage: SFCL.120, .125, .130, .135; AMC1 SFCL.135 Q019 Berechtigungen, Startarten und Erfahrung Welche Erfahrungswerte gelten ohne TMG in der normalen 24-Monats-Alternative? A 5 Stunden, 15 Starts und 2 Lehrerflüge B 5 Starts und 2 Minuten Flugzeit C Nur ein Flug in jedem Kalenderjahr D 15 Stunden und kein Lehrerflug Richtig: A Alle Bestandteile der normalen Alternative müssen erfüllt sein. Eine Befähigungsüberprüfung mit FE(S) ist eine gesonderte Alternative. Grundlage: SFCL.115, .150, .155, .160, .200, .215 Q020 Berechtigungen, Startarten und Erfahrung Welche Startart darfst du ausüben? A Eigenstart nach einem Windenstart B Nur die Startart des letzten Vereinsfluges C Jede Startart mit beliebiger SPL D Eine dafür ausgebildete und aktuelle Startart Richtig: D Für jede Startart sind spezifische Ausbildung, Bestätigung und Aktualität erforderlich. Allgemeine Flugerfahrung ersetzt diese Voraussetzungen nicht. Grundlage: SFCL.115, .150, .155, .160, .200, .215 Q021 Berechtigungen, Startarten und Erfahrung Wie viele Starts erhalten normalerweise eine Startart in zwei Jahren? A 15 Starts B 5 Starts C 30 Starts D 1 Start Richtig: B Grundsätzlich sind fünf Starts erforderlich. Die Ausnahme für den Gummiseilstart beträgt zwei Starts. Die allgemeine Flugerfahrung wird zusätzlich geprüft. Grundlage: SFCL.115, .150, .155, .160, .200, .215 Q022 Berechtigungen, Startarten und Erfahrung Du hast nach der SPL 30 PIC-Starts, aber keinen Passagier-Schulungsflug. Darfst du deshalb schon Gäste mitnehmen? A Die normale Voraussetzung ist noch nicht vollständig B Ja, wenn der Flug unter zehn Minuten dauert C Ja, wenn der Gast Vereinsmitglied ist D Ja, die 30 Starts genügen allein Richtig: A Zu zehn Stunden oder dreißig Starts nach Lizenzausstellung kommt der Schulungsflug zur Passagierkompetenz. Auch die Neunzig-Tage-Regel muss erfüllt sein. Grundlage: SFCL.115, .150, .155, .160, .200, .215 Q023 Berechtigungen, Startarten und Erfahrung Welche Aktualität gilt für Gäste im Segelflugzeug ohne TMG? A Nur ein gültiges Flugzeug-ARC B Nur eine frühere Überlandlandung C 3 PIC-Starts in den letzten 90 Tagen D 1 Start in den letzten 24 Monaten Richtig: C Die drei PIC-Starts in neunzig Tagen sind eine zusätzliche Passagiervoraussetzung. Die sonstigen Lizenz-, Medical- und Erfahrungsanforderungen bleiben bestehen. Grundlage: SFCL.115, .150, .155, .160, .200, .215 Q024 Berechtigungen, Startarten und Erfahrung Welche Aussage zum Wolkenflug ist richtig? A Ein Begleitflugzeug macht ihn automatisch zulässig B Ein Variometer ersetzt die Berechtigung C Jede SPL erlaubt ihn automatisch D Er verlangt besondere Rechte und erfüllte Betriebsbedingungen Richtig: D Wolkenflug ist kein gewöhnlicher Sichtflug. Besondere Berechtigungen, Ausrüstung und Luftraumregeln müssen erfüllt sein. Grundlage: SFCL.115, .150, .155, .160, .200, .215 Q025 Medical, persönliche Dokumente und Fitness Welches Medical ist für die nichtgewerbliche SPL mindestens erforderlich? A Gar kein Medical B Nur ein Führerscheinattest C Ein gültiges LAPL-Medical D Immer Klasse 1 Richtig: C Mindestens ein LAPL-Medical ist erforderlich. Für andere Betriebsarten können strengere Anforderungen gelten. Das gültige Ablaufdatum und die Auflagen sind zu beachten. Grundlage: MED.A.020, .030, .045; SFCL.045, .050; LuftVO § 4 Q026 Medical, persönliche Dokumente und Fitness Wie lange gilt ein LAPL-Medical für einen 45-jährigen Piloten grundsätzlich? A 24 Monate B 12 Monate immer C 60 Monate D Unbegrenzt Richtig: A Ab vierzig beträgt die reguläre Gültigkeit grundsätzlich vierundzwanzig Monate. Eine behördliche oder medizinische Einschränkung kann eine kürzere Gültigkeit ergeben. Grundlage: MED.A.020, .030, .045; SFCL.045, .050; LuftVO § 4 Q027 Medical, persönliche Dokumente und Fitness Ein LAPL-Medical wurde mit 39 ausgestellt. Welche Altersgrenze ist wichtig? A Es gilt nicht über den 42. Geburtstag hinaus B Es endet automatisch am 40. Geburtstag C Es gilt immer bis zum 44. Geburtstag D Es gilt lebenslang Richtig: A Die Regel verhindert, dass die volle Unter-vierzig-Dauer weit in die nächste Altersstufe reicht. Entscheidend ist das konkrete Ablaufdatum. Grundlage: MED.A.020, .030, .045; SFCL.045, .050; LuftVO § 4 Q028 Medical, persönliche Dokumente und Fitness Du bist krank und ein Medikament kann die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Was folgt? A Fliegen, solange das Medical-Datum stimmt B Nur einen kürzeren Flug machen C Nicht fliegen und erforderliche flugmedizinische Beratung einholen D Die Verantwortung einem Fluggast übertragen Richtig: C Bei eingeschränkter Tauglichkeit dürfen die Rechte nicht ausgeübt werden. Das Datum des Zeugnisses hebt diese Pflicht nicht auf. Grundlage: MED.A.020, .030, .045; SFCL.045, .050; LuftVO § 4 Q029 Medical, persönliche Dokumente und Fitness Welche persönlichen Dokumente führt ein SPL-Inhaber grundsätzlich mit? A Lizenz, Medical, Lichtbildausweis und ausreichende Flugbuchdaten B Nur die Jahreskarte C Nur die Versicherungsrechnung D Nur einen Vereinsausweis Richtig: A SFCL.045 nennt auch ausreichende Flugbuchdaten zum Nachweis der Rechte. Für bestimmte örtliche Flüge besteht eine ausdrücklich begrenzte Ausnahme von der Mitführung. Grundlage: MED.A.020, .030, .045; SFCL.045, .050; LuftVO § 4 Q030 Medical, persönliche Dokumente und Fitness Wozu dient das persönliche Flugbuch rechtlich? A Zum Nachweis von Flugerfahrung und Bestätigungen B Als Ersatz für NOTAM C Als automatische Startfreigabe D Als Ersatz für ein Medical Richtig: A Im Flugbuch werden relevante Flüge und Bestätigungen dokumentiert. Es hilft, aktuelle Erfahrung und zusätzliche Rechte nachvollziehbar nachzuweisen. Grundlage: MED.A.020, .030, .045; SFCL.045, .050; LuftVO § 4 Q031 Kennzeichen, Lufttüchtigkeit und Versicherung Was beweist ein gültiges ARC allein nicht? A Dass das Dokument ein Ablaufdatum hat B Dass eine Lufttüchtigkeitsprüfung dokumentiert wurde C Dass es zum betreffenden Luftfahrzeug gehört D Dass ein neu entstandener Mangel unbedenklich ist Richtig: D Ein ARC ersetzt nicht die Prüfung aktueller Mängel. Der Pilot darf einen sicherheitsrelevanten Defekt nicht allein mit einem gültigen Dokument übergehen. Grundlage: SAO.GEN.130, .155, .160; Part-ML; LuftVG §§ 2, 33, 43 Q032 Kennzeichen, Lufttüchtigkeit und Versicherung Wo findest du zulässige Betriebsgrenzen deines Musters? A Im Flugplanformular allein B Im Vereinskalender C Im Wetterbericht D Im zutreffenden Flughandbuch Richtig: D Das Flughandbuch enthält musterbezogene Grenzen und Verfahren. Allgemeine Lehrwerte dürfen diese Angaben nicht überschreiben. Grundlage: SAO.GEN.130, .155, .160; Part-ML; LuftVG §§ 2, 33, 43 Q033 Kennzeichen, Lufttüchtigkeit und Versicherung Welche Versicherung deckt grundsätzlich die vorgeschriebene Halterhaftung? A Nur eine Reiseversicherung B Nur die Mitgliedskarte C Die entsprechende Haftpflichtversicherung D Nur die Kaskoversicherung Richtig: C Halterhaftpflicht und Kasko haben verschiedene Aufgaben. Die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflicht muss für den Betrieb bestehen. Grundlage: SAO.GEN.130, .155, .160; Part-ML; LuftVG §§ 2, 33, 43 Q034 Kennzeichen, Lufttüchtigkeit und Versicherung Wie behandelst du eine anwendbare Lufttüchtigkeitsanweisung? A Nur wenn der Verein zustimmt B Nur bei Verkauf des Flugzeugs C Nach ihren verbindlichen Anforderungen D Nur als unverbindlichen Wetterhinweis Richtig: C Lufttüchtigkeitsanweisungen betreffen verbindliche Maßnahmen zum sicheren technischen Zustand. Ihr Anwendungsbereich und ihre Fristen sind zu prüfen. Grundlage: SAO.GEN.130, .155, .160; Part-ML; LuftVG §§ 2, 33, 43 Q035 Kennzeichen, Lufttüchtigkeit und Versicherung Welche Aussage über Flugzeugunterlagen trifft zu? A Elektronische Unterlagen sind stets verboten B Ein Flugbuch ersetzt alle Urkunden C Alle Unterlagen dürfen immer zu Hause bleiben D SAO unterscheidet Mitführung und Verfügbarkeit am Betriebsort Richtig: D Die konkrete Dokumentenregel nennt unterschiedliche Pflichten und begrenzte Erleichterungen. Für einen Streckenflug darfst du keine örtliche Ausnahme ungeprüft übernehmen. Grundlage: SAO.GEN.130, .155, .160; Part-ML; LuftVG §§ 2, 33, 43 Q036 Kennzeichen, Lufttüchtigkeit und Versicherung Was bedeutet das Nationalitätszeichen eines Luftfahrzeugs? A Den aktuellen Luftraum B Den Staat seiner Registrierung C Die Heimatstadt des Piloten D Die Nationalität jedes Passagiers Richtig: B Registrierung und Kennzeichen bestimmen die staatliche Zuordnung des Luftfahrzeugs. Sie ändern sich nicht beim Überflug einer Grenze. Grundlage: SAO.GEN.130, .155, .160; Part-ML; LuftVG §§ 2, 33, 43 Q037 Flugvorbereitung und Luftfahrtinformationen Eine Bahn ist kurzfristig geschlossen. Wo erwartest du die aktuelle Information? A Nur im Versicherungsvertrag B Nur auf dem Typenschild C In einem einschlägigen NOTAM D Nur auf der alten Jahreskarte Richtig: C NOTAM veröffentlichen aktuelle betriebliche Änderungen. Die Karte und die Flugplatzinformationen müssen zusammen mit den gültigen Meldungen gelesen werden. Grundlage: SERA.2010(b); SAO.OP.120, .135; AMC1 SFCL.130 AIS Q038 Flugvorbereitung und Luftfahrtinformationen Was enthalten die Teile GEN, ENR und AD? A Allgemeine Angaben, Streckenangaben und Flugplätze B Nur Versicherungsdaten C Nur private Vereinsnachrichten D Nur Wetterdiagramme Richtig: A Die AIP ist in diese Informationsbereiche gegliedert. Für eine Flugplatzfrage brauchst du besonders die passenden AD-Informationen und aktuelle Ergänzungen. Grundlage: SERA.2010(b); SAO.OP.120, .135; AMC1 SFCL.130 AIS Q039 Flugvorbereitung und Luftfahrtinformationen Welche Zeitbasis ist bei Luftfahrtmeldungen grundsätzlich maßgeblich? A Immer die Uhrzeit deines Wohnortes B Die Zeit im Flugbuch des Vorjahres C Immer deutsche Winterzeit D UTC Richtig: D UTC schafft eine gemeinsame Zeitbasis. Eine Umrechnung in Ortszeit muss Zeitzone und Sommerzeit berücksichtigen. Grundlage: SERA.2010(b); SAO.OP.120, .135; AMC1 SFCL.130 AIS Q040 Flugvorbereitung und Luftfahrtinformationen Reicht eine aktuelle Jahreskarte für jede kurzfristige Luftraumänderung? A Nein, aktuelle Meldungen müssen zusätzlich geprüft werden B Ja, wenn der Flug unter einer Stunde dauert C Ja, bei Segelflugzeugen ohne Motor D Ja, bis zum Jahresende immer Richtig: A Eine Karte kann kurzfristige Änderungen nicht vollständig abbilden. NOTAM, Ergänzungen und Aktivierungsinformationen gehören zum Briefing. Grundlage: SERA.2010(b); SAO.OP.120, .135; AMC1 SFCL.130 AIS Q041 Flugvorbereitung und Luftfahrtinformationen Welche NOTAM-Angaben brauchst du für ein Flugbeschränkungsgebiet? A Nur den Namen des Verfassers B Ausdehnung, Höhen und gültige Zeiten C Nur die Telefonnummer des Vereins D Nur die Papierfarbe Richtig: B Ein Gebiet betrifft dich nur nach seinen konkreten räumlichen und zeitlichen Bedingungen. Ein Blick allein auf den Namen genügt nicht. Grundlage: SERA.2010(b); SAO.OP.120, .135; AMC1 SFCL.130 AIS Q042 Flugvorbereitung und Luftfahrtinformationen Der Start verzögert sich erheblich. Was ist sinnvoll und erforderlich, wenn Informationen veralten? A Den Rückweg nicht mehr prüfen B Das Briefing aktualisieren C Alle alten Daten unverändert übernehmen D Nur die Startliste ergänzen Richtig: B Die Vorbereitung muss zum tatsächlich geplanten Flug passen. Bei veränderter Zeit können Wetter und Aktivierungen anders ausfallen. Grundlage: SERA.2010(b); SAO.OP.120, .135; AMC1 SFCL.130 AIS Q043 Luftraumklassen und Flugsicherungsdienste Du willst als VFR-Pilot in Luftraum C einfliegen. Was brauchst du grundsätzlich? A Nur einen Transponder ohne Freigabe B Nur fünf Kilometer Sicht C Nur eine Meldung an den Vereinskameraden D ATC-Freigabe und vorgeschriebene Funkverbindung Richtig: D Gute Sicht und Ausrüstung ersetzen die Einflugfreigabe nicht. Bleibe bis zu einer gültigen Freigabe außerhalb des freigabepflichtigen Volumens. Grundlage: SERA.6001, .8001, .9001; Appendix 4 Q044 Luftraumklassen und Flugsicherungsdienste Welche Aussage zu VFR in Klasse E ist richtig? A Immer vollständig von IFR gestaffelt B Immer dieselbe Freigabepflicht wie C C Grundsätzlich verboten D Grundsätzlich keine ATC-Freigabe allein wegen Klasse E Richtig: D Klasse E ist kontrolliert, aber normale Sichtflüge brauchen allein wegen dieser Klasse keine Freigabe. Zusätzliche Zonen und Auflagen bleiben zu beachten. Grundlage: SERA.6001, .8001, .9001; Appendix 4 Q045 Luftraumklassen und Flugsicherungsdienste Welche Staffelung erhält VFR in Klasse C? A Keine Staffelung zu IFR B Staffelung zu IFR C Immer Staffelung zu jedem VFR D Nur Staffelung zu Ballonen Richtig: B VFR wird in C von IFR gestaffelt. Zwischen VFR-Flügen gibt es Verkehrsinformationen. Die eigene Luftraumbeobachtung bleibt erforderlich. Grundlage: SERA.6001, .8001, .9001; Appendix 4 Q046 Luftraumklassen und Flugsicherungsdienste Welche Aussage trifft auf Klasse D zu? A VFR braucht nie eine Freigabe B VFR erhält Verkehrsinformationen statt allgemeiner Staffelung zu allem Verkehr C Jeder VFR wird immer von jedem anderen Flug gestaffelt D D ist stets unkontrolliert Richtig: B Die Freigabepflicht und die Staffelungsleistung sind verschiedene Fragen. In D gibt es keine allgemeine Staffelung jedes VFR zu sämtlichem Verkehr. Grundlage: SERA.6001, .8001, .9001; Appendix 4 Q047 Luftraumklassen und Flugsicherungsdienste Welche Klasse ist unkontrollierter Luftraum? A C B E C D D G Richtig: D Klasse G ist unkontrolliert. Das bedeutet weder regelbefreit noch informationslos. VFR-Mindestbedingungen und Kollisionsvermeidung gelten weiterhin. Grundlage: SERA.6001, .8001, .9001; Appendix 4 Q048 Luftraumklassen und Flugsicherungsdienste Du bist bei FIS angemeldet. Darfst du deshalb in eine CTR einfliegen? A Ja, wenn FIS schweigt B Nur mit der erforderlichen Einflugfreigabe C Ja, FIS ersetzt jede Freigabe D Ja, ohne Funkkontakt zum Tower Richtig: B Eine FIS-Anmeldung ist keine CTR-Freigabe. Du brauchst die Freigabe der zuständigen Kontrollstelle und erfüllst die weiteren Bedingungen. Grundlage: SERA.6001, .8001, .9001; Appendix 4 Q049 RMZ, TMZ, HX und beschränkte Gebiete Was verlangt eine RMZ grundsätzlich vor dem Einflug? A Das Ausschalten des Funkgeräts B Den vorgeschriebenen Erstanruf C Nur ein Handygespräch D Immer eine IFR-Lizenz Richtig: B SERA.6005 verlangt den Erstanruf mit den vorgesehenen Angaben und die Funkbedingungen. Eine RMZ ist nicht allein dadurch eine CTR. Grundlage: SERA.6005; LuftVO §§ 16, 17; aktuelle AIP und NOTAM Q050 RMZ, TMZ, HX und beschränkte Gebiete Welche Hauptanforderung kennzeichnet eine TMZ? A Vorgeschriebener Transponderbetrieb B Ein grundsätzliches Flugverbot für alle Segler C Immer eine Landung vor dem Einflug D Nur ein gültiger Personalausweis Richtig: A TMZ bedeutet Transponderpflichtzone. Konkrete veröffentlichte Verfahren, Ausstattung und zulässige Alternativen müssen für die jeweilige Zone geprüft werden. Grundlage: SERA.6005; LuftVO §§ 16, 17; aktuelle AIP und NOTAM Q051 RMZ, TMZ, HX und beschränkte Gebiete Was bedeutet HX bei einem Luftraum? A Immer ohne Freigabe offen B Keine festgelegten Betriebszeiten, Status prüfen C Immer inaktiv am Wochenende D Immer unter 1000 Fuß inaktiv Richtig: B HX ist kein Freibrief. Den Status stellst du über das veröffentlichte Verfahren fest, bevor du dich auf eine Inaktivität verlässt. Grundlage: SERA.6005; LuftVO §§ 16, 17; aktuelle AIP und NOTAM Q052 RMZ, TMZ, HX und beschränkte Gebiete Was bezeichnet ED-R? A Immer eine Funkpflichtzone B Ein Gebiet mit Flugbeschränkungen C Eine freie Thermikzone D Eine Flugzeugzulassung Richtig: B In einem ED-R gelten die veröffentlichten Beschränkungen. Räumliche Grenzen, Zeiten und mögliche Genehmigungen ergeben sich aus den konkreten Informationen. Grundlage: SERA.6005; LuftVO §§ 16, 17; aktuelle AIP und NOTAM Q053 RMZ, TMZ, HX und beschränkte Gebiete Ein Segler kreist in einem freigabepflichtigen Segelflugsektor. Was beweist das? A Die automatische Freigabe aller Segler B Die Aufhebung der Obergrenze C Die dauerhafte Aktivierung des Sektors D Keine eigene Einflugberechtigung Richtig: D Andere Piloten können individuelle Berechtigungen haben oder sich irren. Du musst die für deinen Flug geltenden Bedingungen selbst erfüllen. Grundlage: SERA.6005; LuftVO §§ 16, 17; aktuelle AIP und NOTAM Q054 RMZ, TMZ, HX und beschränkte Gebiete Was unterscheidet ED-D und ED-R? A Gefahrengebiet und Flugbeschränkungsgebiet sind unterschiedliche Kategorien B ED-R ist nur eine Wetterwarnung C ED-D ist immer eine Kontrollzone D Beide bedeuten immer genau dasselbe Richtig: A Ein ED-D warnt vor gefährlichen Tätigkeiten. Ein ED-R enthält rechtliche Beschränkungen. In beiden Fällen liest du die konkreten veröffentlichten Bedingungen. Grundlage: SERA.6005; LuftVO §§ 16, 17; aktuelle AIP und NOTAM Q055 Sichtflug und Wetter-Mindestbedingungen Welche Wolkenabstände gelten grundsätzlich für VFR in Klasse E? A Keine Abstände bei Segelflugzeugen B Nur wolkenfrei ohne Zahlenabstand C 500 m horizontal und 100 ft vertikal D 1500 m horizontal und 1000 ft vertikal Richtig: D Klasse E verlangt die regulären Zahlenabstände. Die Erleichterung wolkenfrei und Erdsicht betrifft das entsprechende untere Band in F und G. Grundlage: SERA.5001, .5005, .5010; LuftVO § 40; SFCL.215 Q056 Sichtflug und Wetter-Mindestbedingungen Welche Flugsicht gilt grundsätzlich ab 10 000 ft MSL in der VMC-Tabelle? A 1500 m immer B 5 km immer C 800 m für alle Luftfahrzeuge D 8 km Richtig: D Ab zehntausend Fuß gilt grundsätzlich acht Kilometer Flugsicht. Die Tabellenfußnote für hohes Gelände und besondere Regelungen müssen bei der konkreten Anwendung mitgelesen werden. Grundlage: SERA.5001, .5005, .5010; LuftVO § 40; SFCL.215 Q057 Sichtflug und Wetter-Mindestbedingungen Wie bestimmt sich die obere Grenze des unteren VMC-Bandes in G? A Der niedrigere der beiden Werte B Immer 3000 ft AGL C Der höhere Wert aus 3000 ft MSL und 1000 ft AGL D Immer 1000 ft MSL Richtig: C Der jeweils höhere Wert ist maßgeblich. Im Gebirge kann tausend Fuß über Grund die höhere Grenze ergeben. Grundlage: SERA.5001, .5005, .5010; LuftVO § 40; SFCL.215 Q058 Sichtflug und Wetter-Mindestbedingungen Du fliegst in G im unteren Band. Welche Wolkenregel gilt? A Nur die Wolkenunterseite muss sichtbar sein B Immer 1500 m horizontal ohne Erdsicht C Wolkeneinflug ist mit SPL immer erlaubt D Wolkenfrei und mit Erdsicht Richtig: D Im unteren Band gilt die besondere Formulierung wolkenfrei und mit Erdsicht. Flugsicht und nationale Bedingungen prüfst du zusätzlich. Grundlage: SERA.5001, .5005, .5010; LuftVO § 40; SFCL.215 Q059 Sichtflug und Wetter-Mindestbedingungen Wer erteilt eine erforderliche Sonder-VFR-Freigabe in einer CTR? A Der Startleiter am Heimatplatz B Der Flugzeughalter C Ein FIS-Mithörer automatisch D Die zuständige Flugverkehrskontrollstelle Richtig: D Sonder-VFR braucht eine ATC-Freigabe und alle weiteren Voraussetzungen. Ein Funkspruch an Information ist keine solche Freigabe. Grundlage: SERA.5001, .5005, .5010; LuftVO § 40; SFCL.215 Q060 Sichtflug und Wetter-Mindestbedingungen Erlauben 1500 m Sicht automatisch überall deutschen Segelflug? A Ja, immer oberhalb FL 100 B Ja, in jeder Luftraumklasse C Ja, auch ohne Erdsicht in Wolken D Nein, nur innerhalb der zutreffenden Regeln und Bedingungen Richtig: D Die deutsche Reduzierung ist an Luftraum, Höhenband und Bedingungen gebunden. In C, D und E gelten dadurch keine allgemeinen neuen VFR-Minima. Grundlage: SERA.5001, .5005, .5010; LuftVO § 40; SFCL.215 Q061 Höhenbezug, Reiseflughöhen und Mindesthöhe Was zeigt ein mit QNH eingestellter Höhenmesser grundsätzlich? A Die verbleibende Gleitzahl B Eine Höhe mit Meeresspiegelbezug C Immer eine Flugfläche D Immer die genaue Höhe über Grund Richtig: B QNH bezieht die Anzeige auf Meeresspiegel unter den vorgesehenen atmosphärischen Annahmen. Die Geländehöhe musst du für AGL zusätzlich berücksichtigen. Grundlage: SERA.3105, .5005(f),(g); LuftVO §§ 35, 37; AIP ENR 1.7 Q062 Höhenbezug, Reiseflughöhen und Mindesthöhe Was bedeutet FL 65? A 6500 m über Grund B Immer 6500 ft wahre Höhe MSL C Eine Mindest-Flugsicht von 6,5 km D 6500 ft Anzeige bei Standard-Höhenmessereinstellung Richtig: D Eine Flugfläche ist eine Druckfläche. Bei anderem Luftdruck kann ihre wirkliche Meeresspiegelhöhe von der Zahl auf dem Höhenmesser abweichen. Grundlage: SERA.3105, .5005(f),(g); LuftVO §§ 35, 37; AIP ENR 1.7 Q063 Höhenbezug, Reiseflughöhen und Mindesthöhe Ein Segler hält 4000 ft MSL über steigendem Gelände. Was verändert sich? A Seine Höhe AGL bleibt zwangsläufig gleich B Seine Flugfläche wird automatisch null C Seine Höhe AGL nimmt ab D Seine Lizenz läuft ab Richtig: C Die Meeresspiegelhöhe und der Abstand zum Boden sind unterschiedliche Größen. Steigendes Gelände verkleinert bei gleicher MSL-Höhe die Bodenreserve. Grundlage: SERA.3105, .5005(f),(g); LuftVO §§ 35, 37; AIP ENR 1.7 Q064 Höhenbezug, Reiseflughöhen und Mindesthöhe Welche Regel gilt grundsätzlich über dicht besiedelten Gebieten? A Nur 100 ft über der Straße B Keine Mindesthöhe für Segler C 1000 ft über höchstem Hindernis im Radius 600 m D Immer nur 500 ft über dem eigenen Punkt Richtig: C Die Städte- und Menschenansammlungsregel enthält Höhe und seitlichen Betrachtungsradius. Die zusätzliche Anforderung einer gefahrarmen Notlandung bleibt relevant. Grundlage: SERA.3105, .5005(f),(g); LuftVO §§ 35, 37; AIP ENR 1.7 Q065 Höhenbezug, Reiseflughöhen und Mindesthöhe Welche Aussage zur deutschen Segelflug-Mindesthöhenausnahme stimmt? A Sie gilt nur mit eingeschaltetem Motor B Sie gilt nur bei notwendiger Betriebsart und ohne befürchtete Gefährdung C Sie erlaubt das Unterfliegen jeder Brücke D Sie erlaubt jeden Tiefflug über Städten Richtig: B Die Ausnahme betrifft die Regel außerhalb dicht besiedelter Bereiche und ist an klare Bedingungen gebunden. Sie beseitigt andere Verbote nicht. Grundlage: SERA.3105, .5005(f),(g); LuftVO §§ 35, 37; AIP ENR 1.7 Q066 Höhenbezug, Reiseflughöhen und Mindesthöhe Wovon hängt die normale VFR-Halbkreisregel im Reiseflug ab? A Vom magnetischen Kurs über Grund und dem zutreffenden Höhenbereich B Nur vom Steuerkurs des Flugzeugbugs C Nur vom Kennzeichen D Nur von der Windrichtung am Start Richtig: A Die Halbkreisregel orientiert sich am magnetischen Track, also Kurs über Grund. Höhenbereich und veröffentlichte Ausnahmen müssen zusätzlich passen. Grundlage: SERA.3105, .5005(f),(g); LuftVO §§ 35, 37; AIP ENR 1.7 Q067 Ausweichregeln im dreidimensionalen Verkehr Zwei Segler nähern sich frontal mit Kollisionsgefahr. Welche Handlung ist vorgesehen? A Nur der langsamere steigt B Beide ändern ihren Kurs nach links C Beide behalten immer den Kurs D Beide ändern ihren Kurs nach rechts Richtig: D Die Rechtsausweichregel schafft ein vorhersehbares Verhalten. Sie gilt bei frontalem oder nahezu frontalem Annähern mit Kollisionsgefahr. Grundlage: SERA.3201, .3205, .3210 Q068 Ausweichregeln im dreidimensionalen Verkehr Zwei Segler kreuzen auf ähnlicher Höhe. Der andere ist rechts von dir. Was gilt grundsätzlich? A Nur der höhere muss ausweichen B Beide müssen nach links drehen C Du hast immer Vorrang D Du weichst aus Richtig: D Bei kreuzenden Kursen gleicher Kategorie weicht derjenige aus, der den anderen rechts hat. Behalte ausreichenden Abstand und vermeide ein knappes Kreuzen. Grundlage: SERA.3201, .3205, .3210 Q069 Ausweichregeln im dreidimensionalen Verkehr Ein Segler überholt einen anderen Segler. Welche Seite erlaubt SERA? A Rechts oder links bei sicherem Abstand B Nur links ohne Ausnahme C Immer direkt darüber D Nur rechts ohne Ausnahme Richtig: A Für Segler, die Segler überholen, besteht die ausdrückliche Ausnahme rechts oder links. Die Verantwortung des Überholenden für ausreichenden Abstand bleibt bestehen. Grundlage: SERA.3201, .3205, .3210 Q070 Ausweichregeln im dreidimensionalen Verkehr Wer hat bei einem Überholvorgang Vorflugrecht? A Immer das mit Funkgerät B Das überholte Luftfahrzeug C Immer das höhere D Immer das schnellere Richtig: B Der Überholende muss ausweichen und Abstand halten. Diese Pflicht endet nicht schon beim ersten seitlichen Versetzen. Grundlage: SERA.3201, .3205, .3210 Q071 Ausweichregeln im dreidimensionalen Verkehr Ein motorgetriebenes Luftfahrzeug und ein Segler kreuzen. Welche Kategorie muss grundsätzlich ausweichen? A Immer der Segler B Immer der links fliegende Ballon C Nur der Pilot ohne Funkzeugnis D Das motorgetriebene Luftfahrzeug Richtig: D Die Kategorienausnahme verlangt vom motorgetriebenen Luftfahrzeug das Ausweichen gegenüber dem Segelflugzeug. Kollisionsvermeidung bleibt Aufgabe beider. Grundlage: SERA.3201, .3205, .3210 Q072 Ausweichregeln im dreidimensionalen Verkehr Ein tieferer Segler schneidet einem höheren den Endanflug ab. Ist das durch Landevorrang erlaubt? A Ja, tiefer bedeutet uneingeschränkt Vorrang B Nein, der Vorrang darf nicht missbraucht werden C Ja, bei jeder Platzrunde D Ja, wenn er schneller ist Richtig: B Die Regel zum tieferen anfliegenden Luftfahrzeug gestattet kein Vorschneiden. Der konkrete Verkehr muss sicher und vorhersehbar bleiben. Grundlage: SERA.3201, .3205, .3210 Q073 Thermik, Hang und Formation Was prüfst du vor dem Einkreisen in eine belegte Thermik? A Nur das Kennzeichen des Vereins B Nur die Wolkenfarbe C Nur die Steigzahl des Variometers D Verkehr, Abstand und geltende Sicherheitsverfahren Richtig: D Die dreidimensionale Verkehrslage ist entscheidend. Drehrichtung und Verfahren schaffen Vorhersehbarkeit, ersetzen aber keine sichere Luftraumbeobachtung. Grundlage: SERA.3205, .3210, .3135; örtliche Betriebs- und Sicherheitsverfahren Q074 Thermik, Hang und Formation Ein anderer Segler verschwindet unter deinem Flügel. Was bedeutet das? A Seine Position ist weiter zu berücksichtigen B Er kann keine Kollisionsgefahr mehr darstellen C Er hat den Bereich sicher verlassen D Er muss automatisch landen Richtig: A Ein verdecktes Luftfahrzeug verschwindet nicht aus dem Luftraum. Plane mit seiner möglichen Bewegung und stelle sichere Sicht und Abstände wieder her. Grundlage: SERA.3205, .3210, .3135; örtliche Betriebs- und Sicherheitsverfahren Q075 Thermik, Hang und Formation Welche Aussage zu örtlichen Thermikregeln ist richtig? A Sie erlauben automatisch Wolkeneinflug B Sie heben jede SERA-Regel auf C Sie gelten weltweit identisch als Gesetz D Sie ergänzen sichere Verfahren innerhalb der anwendbaren Verkehrsregeln Richtig: D Örtliche Sicherheitsverfahren können das Verhalten konkretisieren. Ihr rechtlicher Status und die allgemeinen Verkehrsregeln bleiben zu unterscheiden. Grundlage: SERA.3205, .3210, .3135; örtliche Betriebs- und Sicherheitsverfahren Q076 Thermik, Hang und Formation Was begrenzt beim Hangflug besonders den Ausweichraum? A Nur die Uhrzeit B Das nahe Gelände C Nur die Sitzposition D Nur die Flugbuchfarbe Richtig: B Der Hang ist ein tatsächliches Hindernis. Wenden, Abstände und Überholen müssen den vorhandenen freien Raum berücksichtigen. Grundlage: SERA.3205, .3210, .3135; örtliche Betriebs- und Sicherheitsverfahren Q077 Thermik, Hang und Formation Was braucht Formationsflug grundsätzlich vor dem Flug? A Nur ein gleiches Kennzeichenpräfix B Nur den gleichen Flugzeugtyp C Eine Vereinbarung der beteiligten Kommandanten D Nur zufälligen Funkkontakt Richtig: C SERA.3135 verlangt eine vorherige Vereinbarung. In kontrolliertem Luftraum und für den konkreten Betrieb kommen weitere Bedingungen hinzu. Grundlage: SERA.3205, .3210, .3135; örtliche Betriebs- und Sicherheitsverfahren Q078 Thermik, Hang und Formation Du kennst die örtlichen Hangverfahren nicht. Was ist die sinnvolle Vorbereitung? A Auf Vorflugrecht bestehen B Sie vor dem Hangflug klären C Die engste Linie eines Fremden kopieren D Nur das Variometer einschalten Richtig: B Die Verfahren und die räumlichen Ausweichmöglichkeiten müssen vor dem Einstieg bekannt sein. Unkenntnis rechtfertigt keine riskante Annäherung. Grundlage: SERA.3205, .3210, .3135; örtliche Betriebs- und Sicherheitsverfahren Q079 ATC-Freigaben, Funk und Transponder Der Tower nennt dein Rufzeichen, hat aber keine Einflugfreigabe erteilt. Was gilt? A Du darfst die CTR noch nicht allein deshalb betreten B Ein Transponder ersetzt die Freigabe C Schweigen bedeutet Freigabe D Der Name genügt als Freigabe Richtig: A Eine Freigabe muss den erforderlichen Inhalt haben. Eine bestätigte Funkverbindung oder ein Rufzeichenaufruf allein erlaubt den Einflug nicht. Grundlage: SERA.8015, .8035, .13001, .14095; SAO.IDE.130, .135 Q080 ATC-Freigaben, Funk und Transponder Du verstehst die zugewiesene Höhe nicht. Was tust du? A Die wahrscheinlichste Zahl raten B Die eigene Platzrundenhöhe verwenden C Nachfragen und richtig zurücklesen D Den Funk sofort ausschalten Richtig: C Die Sicherheitsinformation muss eindeutig sein. Nachfragen ist Teil korrekten Funkverkehrs und verhindert eine gefährliche Ausführung. Grundlage: SERA.8015, .8035, .13001, .14095; SAO.IDE.130, .135 Q081 ATC-Freigaben, Funk und Transponder Welcher Transpondercode kennzeichnet Funkstörung? A 7600 B 7500 C 7001 immer D 7700 Richtig: A Siebentausendsechshundert ist der besondere Funkstörungscode. Die übrigen Verfahren richten sich nach dem tatsächlich betroffenen Luftraum und Flugzustand. Grundlage: SERA.8015, .8035, .13001, .14095; SAO.IDE.130, .135 Q082 ATC-Freigaben, Funk und Transponder Welcher Transpondercode kennzeichnet allgemeinen Notfall? A 7500 B 2000 immer C 7700 D 7600 Richtig: C Siebentausendsiebenhundert kennzeichnet den allgemeinen Notfall. Eine Notmeldung und weitere Maßnahmen bleiben nach den Umständen erforderlich. Grundlage: SERA.8015, .8035, .13001, .14095; SAO.IDE.130, .135 Q083 ATC-Freigaben, Funk und Transponder Ersetzt FLARM einen vorgeschriebenen Transponder? A Nein B Ja, mit Smartphone C Ja, bei gutem Empfang D Ja, in jeder TMZ Richtig: A Die Systeme erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Eine Transponderpflicht wird nicht allein durch ein Kollisionswarngerät erfüllt. Grundlage: SERA.8015, .8035, .13001, .14095; SAO.IDE.130, .135 Q084 ATC-Freigaben, Funk und Transponder Du kannst eine ATC-Höhenanweisung nicht sicher einhalten. Was folgt? A Trotzdem die Erfüllung bestätigen B Die Höhe ohne Meldung beliebig wechseln C Nur dem Fluggast Bescheid sagen D ATC unverzüglich die Einschränkung mitteilen Richtig: D Der Lotse braucht die tatsächlichen Möglichkeiten des Seglers. Melde eine nicht ausführbare oder unsichere Anweisung, damit ein passendes Verfahren vereinbart werden kann. Grundlage: SERA.8015, .8035, .13001, .14095; SAO.IDE.130, .135 Q085 Flugplan und Such- und Rettungsdienst Ein Flugplan wurde aufgegeben. Was ersetzt er nicht? A Die Übermittlung der vorgesehenen Flugdaten B Die erforderliche ATC-Freigabe C Die geplante Abflugzeit als Angabe D Die geplante Route als Angabe Richtig: B Flugplan und Freigabe haben unterschiedliche Aufgaben. Ein kontrollierter Einflug ist erst mit der erforderlichen tatsächlichen Freigabe zulässig. Grundlage: SERA.4001, .4005, .4010, .4020; ATS-Alarmdienst Q086 Flugplan und Such- und Rettungsdienst Was gilt grundsätzlich beim internationalen Grenzüberflug? A Flugplanpflicht, sofern keine zutreffende veröffentlichte Ausnahme besteht B Nur der Vereinsflugbericht ist nötig C Nur eine Versicherung ohne Briefing D Für Segler immer keinerlei Regeln Richtig: A Die beteiligten Staaten können zulässige Ausnahmen veröffentlichen. Ohne zutreffende Ausnahme gilt die grundsätzliche Flugplanpflicht. Grundlage: SERA.4001, .4005, .4010, .4020; ATS-Alarmdienst Q087 Flugplan und Such- und Rettungsdienst Du landest mit aktivem Flugplan auf einem Feld. Was musst du berücksichtigen? A Der Halter schließt ihn immer ohne Nachricht B Nur die Fotografie des Feldes C Der Flugplan endet immer automatisch durch Stillstand D Die erforderliche Landemeldung und den Abschluss des Flugplans Richtig: D Nach einer Außenlandung kann kein Tower den Abschluss automatisch für dich erledigen. Veranlasse die erforderliche Meldung über den vorgesehenen erreichbaren Weg. Grundlage: SERA.4001, .4005, .4010, .4020; ATS-Alarmdienst Q088 Flugplan und Such- und Rettungsdienst Welche Phase kennzeichnet eine bekannte ernste Notlage im SAR-System? A Die Jahresabschlussphase B INCERFA als einzige Phase C Eine normale PPR-Anfrage D DETRESFA Richtig: D DETRESFA ist die Notphase. Die konkrete Einordnung richtet sich nach der verfügbaren Information. Eine unmittelbare Gefahr wird unverzüglich gemeldet. Grundlage: SERA.4001, .4005, .4010, .4020; ATS-Alarmdienst Q089 Flugplan und Such- und Rettungsdienst Warum müssen wesentliche Flugplanänderungen gemeldet werden? A Damit das ARC gültig bleibt B Damit die Karte ihre Farbe ändert C Damit die Lizenz verlängert wird D Damit Flugsicherungs- und Alarmdienst mit zutreffenden Daten arbeiten Richtig: D Unzutreffende Route oder Zeit kann die Unterstützung und Suche erschweren. Welche Änderung meldepflichtig ist, richtet sich nach den geltenden Verfahren. Grundlage: SERA.4001, .4005, .4010, .4020; ATS-Alarmdienst Q090 Flugplan und Such- und Rettungsdienst Wer veranlasst den Flugplanabschluss, wenn am Landeort keine geeignete Stelle vorhanden ist? A Immer die ICAO B Der Pilot über den vorgesehenen erreichbaren Meldeweg C Immer der Grundstückseigentümer D Niemand Richtig: B Der Pilot muss sicherstellen, dass die erforderliche Landemeldung erfolgt. Ein fehlender örtlicher Dienst beseitigt diese Aufgabe nicht. Grundlage: SERA.4001, .4005, .4010, .4020; ATS-Alarmdienst Q091 Flugplätze, Platzrunde und PPR Welche Kurvenrichtung gilt in der Platzrunde grundsätzlich ohne andere Vorgabe? A Nur die persönlich bevorzugte Richtung B Abwechselnd links und rechts C Links D Rechts immer Richtig: C SERA nennt grundsätzlich Linkskurven nach Start und vor Landung. Veröffentlichte oder angeordnete Abweichungen sind zu beachten. Grundlage: SERA.3225; LuftVO §§ 22, 23, 25; SAO.OP.100 Q092 Flugplätze, Platzrunde und PPR Was bedeutet PPR? A Eine neue Flugzeugklasse B Eine Wetter-Mindesthöhe C Eine automatische CTR-Freigabe D Vorherige Erlaubnis zur Platzbenutzung erforderlich Richtig: D PPR betrifft die vorherige Zustimmung zur Benutzung. Sie ist keine pauschale ATC-Freigabe für Anflug, Start oder Luftraum. Grundlage: SERA.3225; LuftVO §§ 22, 23, 25; SAO.OP.100 Q093 Flugplätze, Platzrunde und PPR Du hast PPR für einen Platz in einer CTR. Was brauchst du zusätzlich? A Die zutreffenden ATC-Freigaben B Nichts, PPR hebt die CTR auf C Nur einen Vereinsausweis D Nur den Kaufbeleg des Seglers Richtig: A Die Benutzungserlaubnis des Platzes und die Kontrollfreigabe sind getrennte Voraussetzungen. Beide müssen im konkreten Fall erfüllt sein. Grundlage: SERA.3225; LuftVO §§ 22, 23, 25; SAO.OP.100 Q094 Flugplätze, Platzrunde und PPR Ein unkontrollierter Platz meldet eine freie Bahn. Was folgt daraus? A Alle Ausweichregeln enden B Jeder andere Verkehr ist sicher gestaffelt C Es ist stets eine ATC-Landefreigabe D Der Pilot beurteilt den sicheren Betrieb weiter selbst Richtig: D Eine Information vom Boden ersetzt keine eigene Verkehrskontrolle. Der Pilot muss den sicheren Anflug und die tatsächliche Situation beurteilen. Grundlage: SERA.3225; LuftVO §§ 22, 23, 25; SAO.OP.100 Q095 Flugplätze, Platzrunde und PPR Was verlangt SERA für den Verkehr am Flugplatz? A Nur auf FLARM schauen B Die veröffentlichte Linie ohne Verkehrssicht abfliegen C Beobachten und sicher einordnen oder fernbleiben D Immer zuerst landen, wenn man Segler ist Richtig: C Der reale Verkehrsfluss und die Kollisionsvermeidung stehen im Mittelpunkt. Ein Verfahren ist mit Aufmerksamkeit und sicherer Einordnung anzuwenden. Grundlage: SERA.3225; LuftVO §§ 22, 23, 25; SAO.OP.100 Q096 Flugplätze, Platzrunde und PPR Wann darf eine andere als die Gegenwindrichtung zweckmäßig sein? A Immer bei Gästen B Nur wenn der Pilot Zeit sparen will C Nie unter irgendwelchen Umständen D Wenn Sicherheit, Bahnanordnung oder andere Bedingungen es erfordern Richtig: D Die Gegenwindregel enthält begründete Ausnahmen. Der konkrete sichere Betrieb und gegebenenfalls Anweisungen und Verfahren sind entscheidend. Grundlage: SERA.3225; LuftVO §§ 22, 23, 25; SAO.OP.100 Q097 Lichtsignale, Bodenzeichen und Abfangen Was bedeutet grünes Dauerlicht für ein Luftfahrzeug in der Luft? A Landung frei B Sofort anhalten C Flugplatz unsicher, nicht landen D Start frei Richtig: A Der Flugzustand ist entscheidend. Dasselbe grüne Dauerlicht bedeutet für ein Luftfahrzeug am Boden Start frei. Grundlage: SERA.3301, .11015; Appendix 1; SAO.GEN.155(a)(5) Q098 Lichtsignale, Bodenzeichen und Abfangen Was bedeutet rotes Dauerlicht am Boden? A Zur Landung zurückkehren B Rollen frei C Start frei D Halt Richtig: D Rotes Dauerlicht fordert am Boden zum Halt auf. In der Luft verlangt es Ausweichen gegenüber anderem Verkehr und weiteres Kreisen. Grundlage: SERA.3301, .11015; Appendix 1; SAO.GEN.155(a)(5) Q099 Lichtsignale, Bodenzeichen und Abfangen Was bedeutet grünes Blinklicht in der Luft? A Sofortige Landefreigabe ohne Weiteres B Zur Landung zurückkehren, Freigabe folgt später C Flugplatz unsicher D Vorläufig keinesfalls landen Richtig: B Grünes Blinken ist die Rückkehranweisung. Die Landefreigabe wird anschließend gesondert erteilt. Diese Unterscheidung ist eine typische Prüfungsfalle. Grundlage: SERA.3301, .11015; Appendix 1; SAO.GEN.155(a)(5) Q100 Lichtsignale, Bodenzeichen und Abfangen Was bedeutet rotes Blinklicht in der Luft? A Landung frei B Rollen frei C Start frei D Flugplatz unsicher, nicht landen Richtig: D Rotes Blinken warnt in der Luft vor einem unsicheren Flugplatz. Am Boden hat es die andere Bedeutung, die benutzte Landefläche frei zu machen. Grundlage: SERA.3301, .11015; Appendix 1; SAO.GEN.155(a)(5) Q101 Lichtsignale, Bodenzeichen und Abfangen Ein rotes Bodenfeld trägt ein gelbes Kreuz. Was zeigt es? A Automatische Sonder-VFR-Freigabe B Eine verfügbare Thermik C Landeverbot D Eine offene Rollbahn Richtig: C Das Zeichen kennzeichnet ein Landeverbot. Form, Farbe und Ort eines Zeichens müssen zusammen mit der richtigen Legende gelesen werden. Grundlage: SERA.3301, .11015; Appendix 1; SAO.GEN.155(a)(5) Q102 Lichtsignale, Bodenzeichen und Abfangen Ein Abfangluftfahrzeug signalisiert Flügelwackeln und führt anschließend. Was ist die vorgesehene Reaktion? A Nach Verfahren bestätigen und sicher folgen, Funkkontakt versuchen B Ohne Prüfung aggressiv wegdrehen C Immer sofort auf irgendeiner Fläche landen D Das Signal als Thermikhinweis behandeln Richtig: A Die veröffentlichten Abfangverfahren dienen einer vorhersehbaren Reaktion. Ein Segler meldet Leistungsgrenzen und versucht den vorgesehenen Funkkontakt. Grundlage: SERA.3301, .11015; Appendix 1; SAO.GEN.155(a)(5) Q103 Betrieb, Ausrüstung und Fluggäste Ein Fluggast kennt die Haubenöffnung nicht. Was ist vor dem Flug erforderlich? A Nur das Einschalten von FLARM B Nur die Angabe der Flugzeit C Nur eine Unterschrift ohne Erklärung D Eine passende Sicherheits- und Notverfahrenseinweisung Richtig: D SAO verlangt die geeignete Einweisung. Sie betrifft die für den Passagier relevanten Einrichtungen und Maßnahmen im Normal- und Notfall. Grundlage: SAO.GEN.145, .150; SAO.OP.110, .130, .140, .150; SAO.IDE.105–135 Q104 Betrieb, Ausrüstung und Fluggäste Auf einer Tragfläche liegt Eis. Was folgt? A Vor dem Flug den erforderlichen sicheren Zustand herstellen B Nur schneller starten C Nur den Höhenmesser neu einstellen D Mit Gast fliegen, weil das Gewicht hilft Richtig: A Schädliche Verunreinigungen können die Flugeigenschaften verändern. Der Flug darf erst stattfinden, wenn die entsprechenden Betriebsanforderungen erfüllt sind. Grundlage: SAO.GEN.145, .150; SAO.OP.110, .130, .140, .150; SAO.IDE.105–135 Q105 Betrieb, Ausrüstung und Fluggäste Welche Aussage zu Sauerstoff entspricht SAO.OP.150? A Alle Insassen nutzen ihn, wenn Mangel beeinträchtigen oder schaden könnte B Bei Seglern ist Sauerstoff immer freiwillig C Nur Fluggäste brauchen Sauerstoff D Das gilt erst bei Ausfall des Variometers Richtig: A Die konkrete SAO-Regel ist wirkungsbezogen. Die zugehörige Empfehlung für unbestimmbare Wirkung nennt jede Zeit oberhalb zehntausend Fuß Druckhöhe. Grundlage: SAO.GEN.145, .150; SAO.OP.110, .130, .140, .150; SAO.IDE.105–135 Q106 Betrieb, Ausrüstung und Fluggäste Kann die Wirkung fehlenden Sauerstoffs nicht bestimmt werden, was empfiehlt AMC1 SAO.OP.150? A Zusatzsauerstoff für alle Insassen oberhalb 10 000 ft Druckhöhe B Immer erst nach 30 Minuten oberhalb 13 000 ft C Nur dem Piloten Wasser geben D Nur bei Flügen mit Motor Sauerstoff einsetzen Richtig: A Die Segelflug-Empfehlung ist nicht mit pauschalen Schwellen aus anderen Betriebsregeln gleichzusetzen. Druckhöhe und Wirkung werden bewusst berücksichtigt. Grundlage: SAO.GEN.145, .150; SAO.OP.110, .130, .140, .150; SAO.IDE.105–135 Q107 Betrieb, Ausrüstung und Fluggäste Welche Masse- und Schwerpunktwerte sind verbindlich? A Immer nur das Körpergewicht des Piloten B Nur die Tankfüllung C Der Durchschnitt anderer Vereinsflugzeuge D Die zulässigen Werte des zutreffenden Flughandbuchs Richtig: D Die Grenzen hängen vom Muster und der konkreten Beladung ab. Sie gelten auch bei einem kurzen lokalen Flug. Grundlage: SAO.GEN.145, .150; SAO.OP.110, .130, .140, .150; SAO.IDE.105–135 Q108 Betrieb, Ausrüstung und Fluggäste Ein Tablet behindert eine Steuerung. Welche Regel ist betroffen? A Eine digitale Karte erlaubt jede Befestigung B Das Tablet ersetzt die technische Zulassung C Nur die Bildschirmhelligkeit ist rechtlich relevant D Das Gerät darf den sicheren Betrieb nicht beeinträchtigen Richtig: D Ein Gerät muss so benutzt und befestigt sein, dass es keine Gefahr schafft. Geeignete Informationen allein rechtfertigen keine unsichere Anordnung im Cockpit. Grundlage: SAO.GEN.145, .150; SAO.OP.110, .130, .140, .150; SAO.IDE.105–135 Q109 Außenlandung, Außenstart und Haftung Welche Bedingung nennt die deutsche Segelflug-Außenlandungsausnahme? A Der Ort der Landung ist nicht vorausbestimmbar B Jedes Feld wurde vorher als Flugplatz genehmigt C Der Pilot besitzt eine Motorfluglizenz D Die Landung dauert unter zehn Minuten Richtig: A Die Ausnahme knüpft an den nicht vorausbestimmbaren Ort an. Sie erlaubt keine pauschale Nutzung jedes beliebig vorher geplanten Feldes. Grundlage: LuftVG §§ 25, 33, 43; LuftVO § 18(3); SAO.OP.100 Q110 Außenlandung, Außenstart und Haftung Gilt die genannte Ausnahme aus LuftVO § 18(3) gleichermaßen für Reisemotorsegler? A Nein, Reisemotorsegler sind dort ausgenommen B Ja, immer mit zwei Insassen C Ja, allein bei einem ausgeschalteten Funkgerät D Ja, für alle motorisierten Flugzeuge Richtig: A Die Vorschrift nennt bestimmte Motorsegler ausdrücklich außer Reisemotorseglern. Der konkrete Luftfahrzeugtyp und die rechtliche Kategorie sind entscheidend. Grundlage: LuftVG §§ 25, 33, 43; LuftVO § 18(3); SAO.OP.100 Q111 Außenlandung, Außenstart und Haftung Eine erlaubnisfreie Außenlandung verursacht einen Schaden. Was gilt? A Jeder Schaden ist automatisch haftungsfrei B Nur der Fluglehrer haftet immer C Der Grundstückseigentümer muss alle Kosten tragen D Haftungsfragen bleiben bestehen Richtig: D Die Erlaubnisfreiheit und die Haftung sind unterschiedliche Fragen. Sorgfalt, Dokumentation und die entsprechende Versicherung bleiben relevant. Grundlage: LuftVG §§ 25, 33, 43; LuftVO § 18(3); SAO.OP.100 Q112 Außenlandung, Außenstart und Haftung Darf nach einer erlaubnisfreien Außenlandung automatisch ein Außenstart erfolgen? A Ja, wenn ein Auto zieht B Ja, weil das Feld bereits benutzt wurde C Nein, der Außenstart braucht eigene Voraussetzungen D Ja, ohne Zustimmung oder Prüfung Richtig: C Die rechtliche Grundlage für die Landung überträgt sich nicht automatisch auf den Start. Prüfe Erlaubnis, Grundstück und technische Voraussetzungen gesondert. Grundlage: LuftVG §§ 25, 33, 43; LuftVO § 18(3); SAO.OP.100 Q113 Außenlandung, Außenstart und Haftung Was solltest du bei aktivem Flugplan nach Außenlandung tun? A Bis zum nächsten Flug warten B Den erforderlichen Flugplanabschluss veranlassen C Nur das Smartphone ausschalten D Nur dem Fluggast die Position zeigen Richtig: B Eine Außenlandung beendet die Meldepflichten nicht automatisch. Der Alarmdienst braucht die Nachricht, dass der Flug sicher beendet ist. Grundlage: LuftVG §§ 25, 33, 43; LuftVO § 18(3); SAO.OP.100 Q114 Außenlandung, Außenstart und Haftung Nach einer harten Außenlandung ist ein Schaden nicht ausgeschlossen. Was gilt vor erneutem Flug? A Nur die Versicherung anrufen und sofort starten B Nur das Kennzeichen reinigen C Das gültige ARC genügt immer D Den technischen Zustand fachgerecht klären Richtig: D Ein möglicher neu entstandener Schaden muss geklärt werden. Ein gültiges Dokument ersetzt keine aktuelle sichere Lufttüchtigkeit. Grundlage: LuftVG §§ 25, 33, 43; LuftVO § 18(3); SAO.OP.100 Q115 Notfälle, Meldungen und Luftsicherheit Wann passt MAYDAY? A Bei einer normalen PPR-Anfrage B Bei jeder etwas schwachen Thermik C Bei schwerer unmittelbarer Gefahr mit Bedarf an sofortiger Hilfe D Nur beim Kauf eines Flugzeugs Richtig: C Die Notmeldung beschreibt eine echte Notlage. Sie hilft den zuständigen Stellen, sofortige Hilfe zu organisieren und anderen Verkehr anzupassen. Grundlage: SERA.14095, .11015; SAO.GEN.130; EU 376/2014; LuftVO §§ 7, 9 Q116 Notfälle, Meldungen und Luftsicherheit Was kennzeichnet PAN PAN? A Eine Dringlichkeitslage ohne denselben unmittelbaren Notfallgrad B Immer einen widerrechtlichen Eingriff C Einen normalen Wetterbericht D Eine Landefreigabe Richtig: A Pan Pan und Mayday kennzeichnen unterschiedliche Gefahrenlagen. Die tatsächliche Situation bestimmt die passende Meldung. Grundlage: SERA.14095, .11015; SAO.GEN.130; EU 376/2014; LuftVO §§ 7, 9 Q117 Notfälle, Meldungen und Luftsicherheit Wann ist eine erforderliche Unfallmeldung abzugeben? A Immer erst nach 72 Stunden B Nur nach Freigabe durch den Vereinsvorstand C Nur am Jahresende D Unverzüglich nach den einschlägigen Pflichten Richtig: D Die Unfallmeldung darf nicht mit der anderen Frist für verpflichtende Ereignismeldungen verwechselt werden. Dringende Maßnahmen und Meldungen erfolgen unverzüglich. Grundlage: SERA.14095, .11015; SAO.GEN.130; EU 376/2014; LuftVO §§ 7, 9 Q118 Notfälle, Meldungen und Luftsicherheit Welche Frist gilt grundsätzlich für verpflichtende EU-Ereignismeldungen nach Kenntnis? A Erst nach der nächsten Prüfung B 72 Stunden, vorbehaltlich außergewöhnlicher Umstände C Ein Kalenderjahr D 72 Tage Richtig: B Die Frist betrifft das entsprechende Meldesystem und verpflichtete Personen. Sie ersetzt nicht die unverzügliche Meldung von Unfällen und schweren Störungen. Grundlage: SERA.14095, .11015; SAO.GEN.130; EU 376/2014; LuftVO §§ 7, 9 Q119 Notfälle, Meldungen und Luftsicherheit Am Flugzeug gibt es verdächtige Manipulationsspuren. Was ist richtig? A Sicherheit klären und Start bis dahin unterlassen B Das gültige Medical als Freigabe ansehen C Den nächsten Schüler testen lassen D Nur den Lack abwischen Richtig: A Luftsicherheit und technische Sicherheit gehören zur Startentscheidung. Verdächtige Veränderungen müssen geklärt werden, bevor das Flugzeug benutzt wird. Grundlage: SERA.14095, .11015; SAO.GEN.130; EU 376/2014; LuftVO §§ 7, 9 Q120 Notfälle, Meldungen und Luftsicherheit Welche Angaben helfen bei einer Notmeldung? A Nur der Vereinsname B Nur das Kaufdatum C Nur die gewünschte Landebahnfarbe D Rufzeichen, Position, Problem und erforderliche Hilfe oder Absicht Richtig: D Eine klare Meldung ermöglicht passende Hilfe. Das sichere Führen des Flugzeugs bleibt während der Meldung vorrangig. Grundlage: SERA.14095, .11015; SAO.GEN.130; EU 376/2014; LuftVO §§ 7, 9 T01 Abschlusstest Du erreichst unter einer C-Stufe ihre Untergrenze und hast nur FIS-Kontakt. Was ist der sichere rechtliche Plan? A Mit Reserve außerhalb bleiben und erforderliche ATC-Freigabe einholen B Nur den Transponder ausschalten C Ohne Weiteres steigen, weil FIS dich kennt D Dem Segler vor dir folgen Richtig: A Ein FIS-Kontakt ersetzt keine C-Freigabe. Grenze, Höhenbezug und Reserve gehören zur Entscheidung. Plane den erforderlichen Kontakt rechtzeitig. Grundlage: SERA.6001, .8001, .9001; Appendix 4 T02 Abschlusstest Ein Segler kreuzt rechts von dir auf ähnlicher Höhe. Welche Grundregel greift? A Du hast Vorrang, weil du höher steigst B Du darfst seinen Kurs knapp vor ihm kreuzen C Nur ein Motorflugzeug müsste ausweichen D Du weichst deutlich aus Richtig: D Für zwei Segler gilt beim Kreuzen grundsätzlich rechts vor links. Ein deutliches und sicheres Ausweichen vermeidet Missverständnisse. Grundlage: SERA.3201, .3205, .3210 T03 Abschlusstest Du willst mit SPL einen neuen Eigenstarter starten und hast nur Windenstartausbildung. Was fehlt? A Keine zusätzliche Voraussetzung B Spezifische Eigenstartausbildung und Bestätigung C Nur drei Gäste an Bord D Nur ein stärkeres Variometer Richtig: B Eine bestehende SPL und Windenstarterfahrung decken Eigenstart nicht automatisch ab. Ausbildung, Bestätigung, Aktualität und die übrigen Betriebsbedingungen müssen passen. Grundlage: SFCL.115, .150, .155, .160, .200, .215 T04 Abschlusstest Du hast 20 PIC-Stunden nach SPL, einen Passagier-Schulungsflug, aber nur zwei PIC-Starts in 90 Tagen. Was gilt? A Die Stunden ersetzen immer den dritten Start B Ein Vereinsgast braucht keine Aktualität C Die aktuelle Passagiervoraussetzung ist noch nicht erfüllt D Die fehlende Voraussetzung gilt nur für TMG Richtig: C Die grundsätzliche Passagierkompetenz und die Neunzig-Tage-Aktualität sind getrennte Anforderungen. Drei PIC-Starts sind für den betreffenden Segelflug erforderlich. Grundlage: SFCL.115, .150, .155, .160, .200, .215 T05 Abschlusstest Bei 9000 ft MSL in E kreist du 500 ft unter der Wolke. Ist der reguläre vertikale Wolkenabstand erfüllt? A Ja, weil E für VFR freigabefrei ist B Nein, grundsätzlich sind 1000 ft erforderlich C Ja, 500 ft genügen immer D Ja, weil ein Segler keinen Motor hat Richtig: B Freigabepflicht und Wolkenabstand sind unabhängig. In E gelten grundsätzlich tausend Fuß vertikaler Abstand und die weiteren VMC-Minima. Grundlage: SERA.5001, .5005, .5010; LuftVO § 40; SFCL.215 T06 Abschlusstest Ein LAPL-Medical ist formal gültig, du bist aber deutlich beeinträchtigt. Was ist richtig? A Das Papier hebt jede Erkrankung auf B Die Rechte nicht ausüben und Tauglichkeit klären C Ein Gast kann die Verantwortung übernehmen D Ein kurzer Flug ist immer erlaubt Richtig: B Aktuelle Flugfähigkeit ist zusätzlich zur formalen Dokumentengültigkeit erforderlich. Gesundheitliche Einschränkungen müssen angemessen geklärt werden. Grundlage: MED.A.020, .030, .045; SFCL.045, .050; LuftVO § 4 T07 Abschlusstest Ein Flugzeug hat ein gültiges ARC, aber eine beschädigte Steuerungsverbindung. Was entscheidest du? A Nur ohne Fluggast fliegen B Kein Start vor fachgerechter Klärung C Nur unter 500 ft fliegen D Start, weil das ARC gültig ist Richtig: B Ein neu entstandener sicherheitsrelevanter Defekt wird durch ein gültiges ARC nicht aufgehoben. Der aktuelle Zustand entscheidet mit über die Lufttüchtigkeit. Grundlage: SAO.GEN.130, .155, .160; Part-ML; LuftVG §§ 2, 33, 43 T08 Abschlusstest Ein ED-R ist laut NOTAM während deines Rückflugs aktiv. Was ist erforderlich? A Die veröffentlichten Beschränkungen beachten und gegebenenfalls umplanen B Das NOTAM als unverbindlich behandeln C Nur den Hinflug berücksichtigen D Nur schneller hindurchfliegen Richtig: A Die Vorbereitung betrifft den tatsächlichen Flug einschließlich Rückweg. Raum, Höhen und Zeit des aktiven Gebietes bestimmen seine Bedeutung. Grundlage: SERA.6005; LuftVO §§ 16, 17; aktuelle AIP und NOTAM T09 Abschlusstest Du erhältst PPR für einen kontrollierten Flugplatz. Was darfst du daraus schließen? A Die CTR ist automatisch für dich aufgehoben B Sonder-VFR gilt ohne Freigabe C Die Wetter-Minima gelten nicht D Die Platzbenutzung ist nach PPR-Bedingungen zugesagt, ATC bleibt gesondert Richtig: D PPR betrifft die Benutzung des Platzes. Kontrollfreigaben, Wetter und andere Betriebsanforderungen werden dadurch nicht ersetzt. Grundlage: SERA.3225; LuftVO §§ 22, 23, 25; SAO.OP.100 T10 Abschlusstest Du überholst im Segler einen anderen Segler. Welche Verantwortung bleibt unabhängig von der Seite? A Der Abstand ist mit Funkkontakt beliebig B Ausreichend frei bleiben, bis vollständig vorbei und frei C Der Überholte muss immer Platz machen D Nur der schnellere hat Vorflugrecht Richtig: B Die Segler-Ausnahme erlaubt beide Seiten. Sie ändert nichts an der Ausweichpflicht und am erforderlichen sicheren Abstand des Überholenden. Grundlage: SERA.3201, .3205, .3210 T11 Abschlusstest Nach Außenlandung mit aktivem Flugplan meldest du nur dem Verein die Position. Was fehlt möglicherweise? A Der erforderliche Flugplanabschluss bei der zuständigen Stelle B Ein neuer Medical-Antrag C Eine automatische CTR-Freigabe D Eine neue Theorieprüfung Richtig: A Die Nachricht an den Verein muss nicht die erforderliche Landemeldung ersetzen. Stelle sicher, dass der Alarmdienst die Beendigung des Fluges erhält. Grundlage: SERA.4001, .4005, .4010, .4020; ATS-Alarmdienst T12 Abschlusstest Du fliegst in G 1000 ft über 4000 ft hohem Gelände. Welcher Wert ist die höhere untere VMC-Bandgrenze? A 3000 ft MSL immer B 1000 ft MSL immer C 5000 ft MSL, entsprechend 1000 ft AGL D 4000 ft AGL Richtig: C Vergleiche dreitausend Fuß MSL mit tausend Fuß über dem tatsächlichen Gelände. Der höhere Wert bestimmt die Grenze des unteren Bandes. Grundlage: SERA.5001, .5005, .5010; LuftVO § 40; SFCL.215 T13 Abschlusstest Der Tower zeigt dir in der Luft grünes Blinklicht. Darfst du es als sofortige Landefreigabe lesen? A Ja, aber nur im Segler B Nein, es bedeutet zur Landung zurückkehren, Freigabe folgt C Nein, es bedeutet Flugplatz unsicher D Ja, jedes grüne Licht ist identisch Richtig: B Blinken und Dauerlicht haben unterschiedliche Bedeutungen. Grünes Dauerlicht wäre die Landefreigabe in der Luft. Grundlage: SERA.3301, .11015; Appendix 1; SAO.GEN.155(a)(5) T14 Abschlusstest Während eines VFR-Reiseflugs zeigt Standarddruck 6500 ft. Wie heißt die Druckfläche? A Eine Sichtweite von 6,5 km B QFE 65 C Immer 6500 ft genaue AGL-Höhe D FL 65 Richtig: D Die Flugfläche beschreibt die Standarddruckanzeige. Wahre Höhe und Bodenabstand folgen nicht allein aus dieser Zahl. Grundlage: SERA.3105, .5005(f),(g); LuftVO §§ 35, 37; AIP ENR 1.7 T15 Abschlusstest Dein aktueller HX-Luftraumstatus ist unbekannt. Was ist die belastbare Entscheidung? A Einem anderen Segler folgen B Status nach veröffentlichtem Verfahren klären oder außerhalb planen C Inaktivität wegen Sonntag annehmen D Nur die Funklautstärke reduzieren Richtig: B HX hat keine festgelegten Betriebszeiten. Eine Vermutung schafft keine Freigabe. Der veröffentlichte Statusweg ist entscheidend. Grundlage: SERA.6005; LuftVO §§ 16, 17; aktuelle AIP und NOTAM T16 Abschlusstest Du willst nach erlaubnisfreier Außenlandung mit einem Auto wieder starten. Was ist zu prüfen? A Nur die Länge des Flugbuchs B Nichts, die Landung genehmigt jeden Start C Nur die Autoreifen D Eigene Außenstarterlaubnis und weitere rechtliche und technische Voraussetzungen Richtig: D Landung und Start sind rechtlich getrennt. Startart, Gelände, Erlaubnis und Lufttüchtigkeit müssen unabhängig geeignet und zulässig sein. Grundlage: LuftVG §§ 25, 33, 43; LuftVO § 18(3); SAO.OP.100 T17 Abschlusstest Bei Sauerstoffmangel könnten Fähigkeiten beeinträchtigt werden. Welche SAO-Pflicht greift? A Zusatzsauerstoff für die betroffenen Insassen sicherstellen B Nur unter Wolken fliegen C Abwarten, bis Bewusstlosigkeit eintritt D Nur den Transponder neu einstellen Richtig: A SAO verlangt den Einsatz, wenn ein Mangel Fähigkeiten beeinträchtigen oder schaden könnte. Eine reine Zahlenfaustregel ersetzt die Wirkungsbeurteilung nicht. Grundlage: SAO.GEN.145, .150; SAO.OP.110, .130, .140, .150; SAO.IDE.105–135 T18 Abschlusstest Du bekommst eine ATC-Anweisung, deren Flugweg du nicht sicher erreichen kannst. Was ist richtig? A Die Erfüllung trotzdem bestätigen B Den Fehler im Flugbuch erst morgen erklären C Die Einschränkung mitteilen und eine passende Lösung verlangen D Ohne Meldung jeden Kurs wählen Richtig: C Eine sichere Anweisung benötigt zutreffende Informationen über die Fähigkeiten des Seglers. Der PIC bleibt für die sichere Durchführung verantwortlich. Grundlage: SERA.8015, .8035, .13001, .14095; SAO.IDE.130, .135 T19 Abschlusstest Die Theorie wurde vollständig am 10. Mai bestanden. Welche Frist betrifft ihre grundsätzliche Gültigkeit? A 24 Monate ab diesem vollständigen Bestehen B 18 Monate ab dem ersten Vereinsbesuch C Unbegrenzte Gültigkeit ohne Weiteres D 12 Monate ab dem letzten Start Richtig: A Die Gültigkeit nach vollständigem Bestehen ist die Vierundzwanzig-Monats-Frist. Sie unterscheidet sich von Gesamtprüfungsfrist und Empfehlungsgültigkeit. Grundlage: SFCL.120, .125, .130, .135; AMC1 SFCL.135 T20 Abschlusstest Du bemerkst einen schweren Unfall. Welche Aussage über Meldefristen stimmt? A Der Verein allein entscheidet über Behördenmeldungen B Ein aktiver Flugplan ersetzt die Unfallmeldung C Erforderliche Unfallmeldung unverzüglich, nicht erst binnen 72 Stunden D Jede Meldung darf 72 Stunden warten Richtig: C Unfallmeldung und verpflichtende Ereignismeldung sind unterschiedliche Systeme. Dringende Meldungen und Hilfe werden nicht wegen einer anderen Frist aufgeschoben. Grundlage: SERA.14095, .11015; SAO.GEN.130; EU 376/2014; LuftVO §§ 7, 9