Das Muster in 1:11 Minuten
Ventus im Videoporträt
Video mit echten Flugzeugfotos, deutschem Sprechertext, Untertiteln und vier Kapiteln.
Fotos und Nutzungsrechte
Fotos mit Zoom und Bildwechseln; Angaben zur gezeigten Variante stehen direkt im Video. Das montierte Fotovideo und das Vorschaubild stehen unter CC BY-SA 4.0. Originalfotos behalten ihre unten genannte Lizenz.
- Ventus · OK-3636 · GeXeS · CC BY-SA 4.0
- Ventus · OK-3636 im Flug · GeXeS · CC BY-SA 4.0
Bearbeitung: Größenanpassung, sanfter Zoom, Text und Montage. Die vollständigen Originaldateien und ihre Lizenzangaben sind über die Bildlinks erreichbar.
Das technische Profil
Technische Daten des Ventus
| Datenbezug | Historische Herstellerübersicht, unmotorisierte 15-m-Grundausführung; konkrete Baureihe kann abweichen |
|---|---|
| Spannweite | 15,00 m; Erweiterungen bei geeigneten Varianten 16,6 oder 17,6 m |
| Rumpflänge | 6,58 m im historischen Tabellenbezug |
| Flügelfläche | 9,51 m² bei 15 m |
| Leermasse | ca. 225 kg; ausrüstungsabhängig |
| Höchstmasse | bis 525 kg im Hersteller-Tabellenbezug, werknummerbezogene Freigabe maßgeblich |
| Leitwerk | T-Leitwerk |
| Erstflug der Familie | 1980 |
Die Werte beziehen sich auf die in der Tabelle bezeichnete Ausführung. Leermasse und Zuladung hängen von Ausrüstung und tatsächlichem Wägebericht ab. Die verbindlichen Betriebsgrenzen stehen im zum einzelnen Flugzeug gehörenden, aktuellen Flughandbuch.
Entwicklung & Einordnung
Geschichte
Schempp-Hirth entwickelte den Ventus als Nachfolger des Mini-Nimbus. Konstrukteur Klaus Holighaus nutzte den inzwischen wirtschaftlicher verfügbaren Werkstoff Kohlefaser für dünne, steife Tragflächen. Der Hersteller nennt 613 Flugzeuge der ersten Generation, ehe der Ventus-2 ab 1995 die Nachfolge im Markt übernahm. Die Geschichte dieser Familie erklärt, weshalb heute unter demselben Namen sowohl vergleichsweise einfache Segler als auch aufwendigere Motorsegler angeboten werden. Baujahr allein beschreibt den Entwicklungsstand deshalb nur unvollständig.
Konstruktion und Bauweise
Die Baureihe besitzt einen schlanken Rumpf, Wölbklappen und ein T-Leitwerk. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal liegt an der Flügelhinterkante: Ventus a und b kombinieren Brems- und Wölbklappen, während der Ventus c separate Bremsklappen auf der Flügeloberseite verwendet. Für eine Besichtigung lohnt es sich, genau diese Mechanik vom zuständigen Fachbetrieb erklären zu lassen. Ein gepflegter Lack ist dabei nur ein Teil des Zustandsbildes; nachvollziehbare Reparaturen und passende Unterlagen sind ebenso wertvoll.
Flugeigenschaften und Einsatz
Der Ventus ist als Leistungsflugzeug interessant, wenn der Wunsch nach eigenständigem Streckenflug über die reine Platzrunde hinausgeht. Bei der Auswahl sollte die Sitzprobe mit der vorgesehenen Ausrüstung früh erfolgen. Die schmale a-Kabine und die geräumigere b-Ausführung können sich für denselben Piloten deutlich unterschiedlich anfühlen. Für eine Haltergemeinschaft zählt außerdem, ob alle Beteiligten ergonomisch hineinpassen. Die Einweisung muss das tatsächliche Klappensystem und die konkrete Variante behandeln; dieses Porträt ersetzt keine musterbezogene Ausbildung.
Welche Varianten sind zu unterscheiden?
Zur ersten Generation gehören a und b mit unterschiedlichen Rümpfen sowie c mit weiterentwickeltem Flügelkonzept. Je nach Ausführung sind Spannweitenverlängerungen vorgesehen. Die Bezeichnung T steht hier für eine Heimkehrhilfe; cM bezeichnet einen Eigenstarter. Ein nachgerüstetes Winglet macht aus einem frühen Flugzeug keine spätere Generation. Beim Vergleich sind die zugelassenen Umbauten, passende Außenflügel und der dokumentierte Änderungsstand aussagekräftiger als eine verkürzte Anzeigenüberschrift.
Anschaffung & laufende Ausgaben
Was kostet ein Ventus?
Kaufpreis einordnen
Realer Angebotsanker: Ein unmotorisierter Ventus b, Baujahr 1983, wurde auf Flugzeugmarkt.de am 02.12.2025 für 33.000 € angeboten, einschließlich 15-/16,6-m-Konfiguration und Anhänger. Abruf 13.10.2026. Dies ist ein Preiswunsch für ein einzelnes Flugzeug, kein belegter Verkaufspreis. Oberfläche, Instrumente, Bodenhilfen und absehbare Arbeiten müssen für andere Exemplare jeweils neu bewertet werden.
Unterhalt und Betrieb
Für die Jahresplanung sind Unterstellung, Versicherung, Prüfung und laufende Instandhaltung sowie Rücklagen für Oberfläche, Fahrwerk und Avionik sinnvoll. Eine motorisierte Variante benötigt zusätzlich eine eigene Antriebsrücklage. Vereinsbeiträge und Startkosten hängen vom Standort ab und sollten anhand der dortigen Gebühren ergänzt werden.
Worauf es beim Kauf ankommt
Besonders auf dokumentierten Zustand der Klappenmechanik, frühere Strukturarbeiten, Haube, Anhänger und vollständige Wartungsnachweise achten. Verfügbarkeit und Angebot für größere Arbeiten vor dem Kauf konkret anfragen.
Rechenbeispiel zur Budgetplanung
Reines Rechenbeispiel, keine Preisauskunft: angenommene 1.200 € Unterstellung + 1.000 € Versicherung + 1.000 € Prüfung/Wartung + 2.000 € Rücklage = 5.200 € pro Jahr. Bei 100 Flugstunden sind das 52 €/h; Starts, Beiträge, Finanzierung und Wertverlust kommen hinzu.
Kostenstand: Oktober 2026. Genannte Inserate sind datierte Angebotspreise bestimmter Flugzeuge. Sie belegen weder einen erzielten Verkaufspreis noch einen allgemeinen Marktwert. Rechenbeispiele sind als solche gekennzeichnet; Startkosten, Mitgliedschaft und individuelle Versicherung müssen separat angeboten werden.
Unterlagen zum Original
Flughandbuch und technische Mitteilungen
Die verlinkte Seite ist eine Bestellmöglichkeit, kein kostenloser Volltext. Exakten Typ und Werknummer angeben. Schempp-Hirth liefert zugehörige Revisionen; für das einzelne Flugzeug sind der passende Stand und sämtliche Ergänzungen zusammenzustellen.
Vor einer Übernahme sind Muster, Baureihe, Werknummer, Änderungsstand und vorhandene Ergänzungen abzugleichen. Öffentlich verlinkte Musterinformationen, Kennblätter oder Mitteilungen sind nicht automatisch ein vollständiges und für jedes Exemplar gültiges Flughandbuch.
Video als Text lesen
Sprechertext der vier Kapitel öffnen
Einordnung und Geschichte
Der Ventus flog erstmals 1980 und brachte die Kohlefasertechnik in eine erfolgreiche Familie sportlicher Einsitzer. Er folgte auf den Mini-Nimbus und wurde später vom Ventus zwei abgelöst. Sein Schwerpunkt bleibt der Streckenflug.
Bauweise und Daten
Die historische Grundausführung besitzt fünfzehn Meter Spannweite und ein T-Leitwerk. Wichtig ist die Klappenmechanik: Bei a und b sind Brems- und Wölbklappen kombiniert, der spätere c verwendet separate Bremsklappen.
Einsatz und Varianten
Schmale und geräumigere Rümpfe, verschiedene Flügelenden und zusätzliche Antriebe machen die erste Generation vielfältig. T bezeichnet eine Heimkehrhilfe, c M einen Eigenstarter. Entscheidend ist immer die genaue Baureihe des einzelnen Flugzeugs.
Kosten und Handbuch
Beim Gebrauchtkauf zählen Unterlagen, Oberfläche, Anhänger und anstehende Arbeiten gemeinsam. Ein allgemeiner Marktpreis wäre wenig belastbar. Das passende Flughandbuch lässt sich beim Hersteller anhand von Typ und Werknummer bestellen.
Nachlesen & prüfen
Quellen und weiterführende Unterlagen
- Schempp-Hirth: Flugzeuge von Klaus Holighaus ↗Hersteller-Historie; erste Ventus-Generation und historische technische Übersicht. Abruf 13.10.2026.
- Schempp-Hirth: 200 Mal Ventus-3 ↗Herstellerbericht vom 22.02.2023; Erstflugjahre 1980, 1994 und 2016.
- EASA A.274: Ventus-Segelflugzeuge ↗Aktuelle Kennblatt-Einstiegsseite; Muster und Baureihen.
- Schempp-Hirth: Flughandbuch PDF bestellen ↗Hersteller-Bestellung nach genauem Typ und Werknummer; kein freier Handbuchdownload. Abruf 13.10.2026.
- Flugzeugmarkt.de: Ventus b, Angebot vom 02.12.2025 ↗33.000 € für Baujahr 1983 mit Anhänger und 15-/16,6-m-Flügelkonfiguration. Preiswunsch, kein bestätigter Abschluss. Abruf 13.10.2026.
Redaktionell neu erstellt und geprüft im Oktober 2026. Die Herstellerunterlagen sind die Grundlage für Daten und Modellunterschiede; Quellen zu Angeboten sind im Kostenabschnitt zeitlich eingeordnet.
