Das Muster in 1:17 Minuten
Arcus E im Videoporträt
Video mit echten Flugzeugfotos, deutschem Sprechertext, Untertiteln und vier Kapiteln.
Fotos und Nutzungsrechte
Fotos mit Zoom und Bildwechseln; Angaben zur gezeigten Variante stehen direkt im Video. Das montierte Fotovideo und das Vorschaubild stehen unter CC BY-SA 4.0. Originalfotos behalten ihre unten genannte Lizenz.
- Arcus E · historische Aufnahme · VegaAtoo · Attribution
Bearbeitung: Größenanpassung, sanfter Zoom, Text und Montage. Die vollständigen Originaldateien und ihre Lizenzangaben sind über die Bildlinks erreichbar.
Das technische Profil
Technische Daten des Arcus E
| Datenbezug | Historischer Arcus-E-Prospekt, März 2011; keine aktuelle Betriebsfreigabe |
|---|---|
| Spannweite | 20,00 m |
| Rumpflänge | 8,73 m, Arcus-Grundgeometrie |
| Flügelfläche | 15,6 m² im historischen Prospekt |
| Höchstmasse | 810 kg im historischen Arcus-E-Prospekt |
| Motor | EM42, maximale Prospektleistung 42 kW |
| Energiespeicher | Lithium-Ionen-Batterien; Zustand und Ausführung exemplarabhängig |
| Entwicklungszeit | Elektrische Arcus-Ausführung um 2010; Prospekt von 2011 |
Die Werte beziehen sich auf die in der Tabelle bezeichnete Ausführung. Leermasse und Zuladung hängen von Ausrüstung und tatsächlichem Wägebericht ab. Die verbindlichen Betriebsgrenzen stehen im zum einzelnen Flugzeug gehörenden, aktuellen Flughandbuch.
Entwicklung & Einordnung
Geschichte
Der elektrische Arcus entstand um 2010 als Kooperation zweier Hersteller mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Schempp-Hirth lieferte das Doppelsitzerkonzept, Lange Aviation die Erfahrung mit dem elektrischen Antares-Antrieb. Lange führt den Arcus E heute im Produktarchiv. Schempp-Hirth verweist rückblickend bei der Entwicklung späterer elektrischer Einsitzer auf die dabei gewonnenen Erfahrungen. Seine Bedeutung liegt daher auch als früher Schritt hin zum elektrischen Eigenstart größerer Segelflugzeuge.
Konstruktion und Bauweise
Der EM42-Antrieb und die zugehörige Leistungselektronik gehören zu einem integrierten System mit Batterien, Ladeeinrichtung und Anzeige. Der elektrische Motor ersetzt den Verbrenner, beseitigt aber nicht die Anforderungen an Wartung und technische Überwachung. Für die Beurteilung einer erhaltenen Maschine ist besonders interessant, ob der dokumentierte Zustand von Energiespeicher, Elektronik und Ladehardware nachvollziehbar ist. Ein Vergleich allein anhand der äußeren Arcus-Silhouette würde die wichtigsten Unterschiede dieses Musters übersehen.
Flugeigenschaften und Einsatz
Der Arcus E verbindet zwei Sitze mit elektrischem Eigenstart. Für seinen praktischen Einsatz sind nutzbare Batteriekapazität, Temperaturbedingungen, Ladestromversorgung und technische Betreuung relevant. Es werden hier keine Reichweiten oder Startleistungen garantiert. Elektrischer Betrieb vermeidet lokale Verbrennungsabgase am Flugzeug; eine pauschale Bezeichnung als emissionsfrei wäre jedoch unvollständig, weil Strombereitstellung, Fertigung und Batterien zur Gesamtbilanz gehören. Für die Einsatzentscheidung zählt ein belastbarer Zustand des konkreten Systems stärker als ein historischer Prospektwert.
Welche Varianten sind zu unterscheiden?
Dieser historische Arcus E ist vom aktuellen Arcus-Segler, Arcus T, Arcus M und neueren elektrischen Flugzeugen anderer Baureihen zu unterscheiden. Das öffentlich verlinkte EASA-Kennblatt A.532 nennt Arcus, T und M und ist kein pauschaler Zulassungsnachweis für jedes E-Exemplar. Für ein konkretes Flugzeug sind die tatsächlich erteilten Dokumente und erlaubten Konfigurationen zu ermitteln. Daten aus aktuellen Arcus-M-Unterlagen passen weder automatisch zu Batterieanlage noch Höchstmasse des historischen E.
Anschaffung & laufende Ausgaben
Was kostet ein Arcus E?
Kaufpreis einordnen
Bei der Recherche am 13.10.2026 wurde kein belastbares öffentliches aktuelles Verkaufsangebot für einen bemannten Arcus E gefunden. Deshalb wird kein Marktpreis angesetzt. Eine mögliche Übernahme verlangt ein individuelles Gesamtangebot, das technische Prüfung, Betreuung und absehbare Erneuerungen einbezieht. Preise kleiner RC-Modelle mit ähnlichem Namen sind dafür ohne Aussagekraft.
Unterhalt und Betrieb
Neben Zelle, Versicherung und Unterstellung müssen Ladeeinrichtung, Batterieprüfung, verfügbare Ersatzteile und eine mögliche Batterieerneuerung wirtschaftlich eingeplant werden. Stromkosten allein beschreiben den Betrieb nicht. Ein niedriger Kaufpreis kann wenig helfen, wenn ein wesentliches Bauteil nur mit aufwendiger Einzelabklärung erneuert werden kann.
Worauf es beim Kauf ankommt
Vor einer Anschaffung Herstellerbetreuung und Zuständigkeiten schriftlich klären. Besonders aussagekräftig sind Messungen zum Batteriezustand, Dokumentation früherer Arbeiten und konkrete Angebote für anstehende Erneuerungen. Ein Prospekt ist kein Nachweis fortbestehender Lieferfähigkeit.
Rechenbeispiel zur Budgetplanung
Ausschließlich Budgetbeispiel: 2.000 € Unterstellung + 4.000 € Versicherung + 2.000 € Prüfung/Wartung + angenommene 5.000 € Jahresrücklage für Zelle und elektrische Anlage = 13.000 €. Bei 100 Stunden 130 €/h vor Strom, Beiträgen, Finanzierung und Wertverlust. Die Rücklage ist eine Planannahme, kein Batterieangebot.
Kostenstand: Oktober 2026. Genannte Inserate sind datierte Angebotspreise bestimmter Flugzeuge. Sie belegen weder einen erzielten Verkaufspreis noch einen allgemeinen Marktwert. Rechenbeispiele sind als solche gekennzeichnet; Startkosten, Mitgliedschaft und individuelle Versicherung müssen separat angeboten werden.
Unterlagen zum Original
Flughandbuch und technische Mitteilungen
Die Herstellerseite ermöglicht die Anforderung eines Handbuchs, bietet aber keinen frei zugänglichen Arcus-E-Volltext. Wegen der historischen Kooperation sind passende Flugzeug-, Antriebs- und Ladeunterlagen mit Schempp-Hirth und gegebenenfalls Lange abzustimmen. Seriennummer und vorhandene Zulassungsdokumente bereithalten.
Vor einer Übernahme sind Muster, Baureihe, Werknummer, Änderungsstand und vorhandene Ergänzungen abzugleichen. Öffentlich verlinkte Musterinformationen, Kennblätter oder Mitteilungen sind nicht automatisch ein vollständiges und für jedes Exemplar gültiges Flughandbuch.
Video als Text lesen
Sprechertext der vier Kapitel öffnen
Einordnung und Geschichte
Der Arcus E entstand um 2010 aus der Zusammenarbeit von Schempp-Hirth und Lange Aviation. Dieser historische Doppelsitzer verband den Arcus mit elektrischer Antares-Technik und steht für eine frühe Phase des elektrischen Eigenstarts.
Bauweise und Daten
Der historische Prospekt beschreibt zwanzig Meter Spannweite, 15,6 Quadratmeter Flügelfläche und 810 Kilogramm Höchstmasse. Ein EM zweiundvierzig Motor übernimmt den Antrieb. Batterien, Elektronik und Ladeeinrichtung bilden ein zusammengehöriges technisches System.
Einsatz und Varianten
Der elektrische Eigenstart bringt andere Anforderungen als ein Verbrennungsmotor. Ladeinfrastruktur und Batteriezustand beeinflussen den Einsatz. Lokal entstehen keine Verbrennungsabgase; zur Gesamtbilanz gehören jedoch auch Stromerzeugung, Herstellung und Batterien.
Kosten und Handbuch
Für diesen seltenen historischen Typ liegt hier kein belastbarer öffentlicher Marktpreis vor. Vor einer Übernahme sind Betreuung, mögliche Erneuerungen und Unterlagen individuell zu klären. Stromkosten allein erfassen die tatsächlichen Kosten nicht.
Nachlesen & prüfen
Quellen und weiterführende Unterlagen
- Schempp-Hirth: Arcus E, historischer Prospekt ↗Herstellerprospekt Stand März 2011; 20 m, 15,6 m², 810 kg, EM42 mit maximal 42 kW.
- Lange Aviation: Produktarchiv Arcus E ↗Primärquelle des Antriebspartners; Kooperation und Antares-20E-Technik, heute im Produktarchiv.
- Schempp-Hirth: Ventus-E-Konzept und Rückblick auf Arcus E ↗Hersteller-Rückblick 2023 auf die frühe elektrische Arcus-Entwicklung; keine aktuelle Arcus-E-Verkaufszusage.
- EASA A.532: Arcus T, Arcus M und Arcus ↗Kennblatt der benannten Modelle; keine pauschale Zulassungsquelle für den historischen Arcus E.
- Schempp-Hirth: Flughandbuch PDF bestellen ↗Hersteller-Bestellung nach genauem Typ und Werknummer; kein freier Handbuchdownload. Abruf 13.10.2026.
Redaktionell neu erstellt und geprüft im Oktober 2026. Die Herstellerunterlagen sind die Grundlage für Daten und Modellunterschiede; Quellen zu Angeboten sind im Kostenabschnitt zeitlich eingeordnet.
