Jede Masse hat einen Hebelarm
Der Schwerpunkt ist der gedachte Punkt, in dem die gesamte Masse zusammengefasst werden kann. Seine Lage hängt nicht nur davon ab, wie viel eingeladen wird, sondern auch wo. Eine kleinere Masse mit großem Hebelarm kann den Schwerpunkt spürbar verschieben. Piloten, Fallschirme, Batterien und zugelassener Ballast müssen deshalb entsprechend den Unterlagen des Flugzeugs berücksichtigt werden.
Zulässiger Bereich statt Wunschposition
Für jedes Muster gibt es einen zulässigen Schwerpunktbereich. Zu weit vorn kann unter anderem die verfügbare Höhenruderwirkung für bestimmte Zustände begrenzen. Eine zu weit hinten liegende Lage kann Längsstabilität und Überziehverhalten ungünstig verändern. Die Grenzen sind verbindlich. Eine angenehme Steuerkraft oder Erfahrung aus einem anderen Flugzeug beweist nicht, dass die aktuelle Beladung zulässig ist.
Masse und Moment gemeinsam betrachten
Eine zulässige Gesamtmasse allein reicht nicht aus. Zusätzlich muss die Verteilung innerhalb der Schwerpunktgrenzen liegen. In einem Beladungsplan werden dafür die jeweiligen Massen und Hebelarme beziehungsweise die vorgesehenen vereinfachten Angaben verwendet. Welche Unterlagen aktuell gültig sind, wird vor dem Flug geklärt. Änderungen an Ausrüstung oder Ballast dürfen nicht stillschweigend ignoriert werden.
Vor dem Flug nachvollziehbar prüfen
Beladung und Schwerpunkt werden vor dem Flug anhand der gültigen Unterlagen überprüft. Vorgeschriebener Ausgleichsballast wird an der zugelassenen Stelle sicher befestigt. Improvisierte Gewichte sind keine geeignete Lösung. Der Film zeigt die Hebelidee schematisch und rechnet kein bestimmtes Flugzeug frei. Die praktische Kontrolle gehört zur Einweisung und zur Flugvorbereitung des konkreten Musters.