Gelände lenkt die Luft um
Trifft Wind auf einen Hang, wird ein Teil der Luft nach oben gelenkt. Auf der dem Wind zugewandten Seite kann dadurch ein nutzbarer Aufwindbereich entstehen. Seine Stärke und Ausdehnung hängen unter anderem von Windrichtung, Windstärke, Hangform und atmosphärischer Schichtung ab. Ein eingezeichneter Aufwärtspfeil ist deshalb keine Garantie für gleichmäßiges Steigen entlang des gesamten Hangs.
Luv und Lee sind nicht austauschbar
Auf der Leeseite können sinkende Luft, Ablösungen und Turbulenz auftreten. Auch am Luvhang ist die Strömung nicht überall glatt. Rippen, Einschnitte und vorgelagerte Hindernisse verändern das Bild. Wind aus einer anderen Richtung kann bekannte Verhältnisse deutlich verschieben. Die Animation ist ein Strömungsmodell und zeichnet ausdrücklich keinen sicheren Flugweg in einer konkreten Geländeform vor.
Aufwind ist nicht das einzige Kriterium
Beim Hangflug gehören Geländefreiheit, Ausweichraum, Verkehr und Wetterentwicklung zur fortlaufenden Beurteilung. Gute Steigwerte allein beweisen nicht, dass eine Position sicher ist. Besonders Wendemanöver brauchen genügend Raum und eine passende Ausbildung. Örtliche Verfahren sowie die geltenden Ausweichregeln müssen bekannt sein. Dieser Film ersetzt weder eine Gebirgseinweisung noch eine praktische Hangflugeinweisung.
Bedingungen vor und während des Fluges prüfen
Schon vor dem Flug wird geprüft, ob die Windlage zum Gelände und zur eigenen Erfahrung passt. In der Luft werden Vorhersage und tatsächliche Verhältnisse verglichen. Nachlassender Wind oder eine Richtungsänderung können den nutzbaren Bereich verändern. Ein vorausschauender Plan erhält sichere Alternativen. Das Grundprinzip bleibt einfach: Der Wind liefert Energie, doch das Gelände verlangt eine sorgfältige Beurteilung.