Drei Pfeile gehören zusammen
Das Winddreieck verbindet drei gerichtete Größen. Ein Pfeil beschreibt die Bewegung des Flugzeugs durch die Luft. Ein zweiter zeigt die Bewegung der Luft gegenüber dem Boden. Ihre Summe ergibt Bewegung und Richtung über Grund. In der Animation sind die Pfeile bewusst klar getrennt. Erst zusammen erklären sie, warum Flugzeugnase und Bodenflugweg nicht immer dieselbe Richtung haben.
Seitenwind versetzt den Flugweg
Bei Seitenwind kann ein Segelflugzeug an einem seitlich versetzten Ort ankommen, obwohl seine Nase unverändert ausgerichtet bleibt. Die Luftmasse trägt es mit. An geeigneten Bodenreferenzen wird diese Abdrift erkennbar. Eine Navigationsanzeige kann unterstützen, ersetzt jedoch nicht den Außenblick. Auch der tatsächliche Wind muss immer wieder mit der geplanten Annahme verglichen werden.
Vorhalten wirkt der Abdrift entgegen
Durch einen geeigneten Steuerkurs in den Wind kann der gewünschte Bodenflugweg gehalten werden. Der Winkel zwischen Flugzeuglängsachse und diesem Flugweg heißt Vorhaltewinkel. Er hängt vom Seitenwindanteil und von der Fluggeschwindigkeit ab. Für denselben Wind kann er bei unterschiedlicher Fahrt verschieden groß sein. Vorhalten ist dabei nicht dasselbe wie ein unkoordinierter Seitengleitflug.
Planung und Beobachtung verbinden
Steuerkurs, Bodenflugweg und Windrichtung werden bei einer Kursänderung neu zusammengedacht. Ein einmal passender Vorhaltewinkel bleibt nicht automatisch auf dem nächsten Streckenabschnitt richtig. Praktisch wird die erreichte Spur beobachtet und gegebenenfalls korrigiert. Dieses Video vermittelt die Vektoridee. Es gibt keine pauschale Vorgabe für Querwindlandungen oder für ein bestimmtes Segelflugmuster.