SEGELFLUG · WISSEN · Flugtechnik verstehen

Seitengleitflug im Segelflug: Wie der Slip den Gleitpfad verändert

Seitengleitflug, auch Slip genannt, im 3D-Video verstehen: Fluglage, erhöhte Sinkrate und Veränderungen am Gleitpfad eines Segelflugzeugs.

2:24 MIN · FULL HD · 3DDeutsche Tonspur · deutsche Untertitel

Flugtechnik verstehen

Das lernst du im Video

Seitengleitflug, auch Slip genannt, im 3D-Video verstehen: Fluglage, erhöhte Sinkrate und Veränderungen am Gleitpfad eines Segelflugzeugs.

Die Animation erklärt die Grundlagen. Für die Praxis gelten das Flughandbuch des jeweiligen Musters und die Einweisung durch deine Fluglehrerin oder deinen Fluglehrer.

Vollständiger Sprechertext (Deutsch)

Seitengleitflug

Der Seitengleitflug, auch Slip genannt, macht den Gleitpfad eines Segelflugzeugs steiler. Diese dreidimensionale Animation zeigt, wie das funktioniert.

Der normale Gleitflug

Im koordinierten Gleitflug zeigt die Nase ungefähr in die Bewegungsrichtung durch die Luft. Die Luft strömt entlang des Rumpfes. Das Flugzeug gleitet mit vergleichsweise geringem Widerstand.

Querneigung und Gegenruder

Für einen Links-Slip wird der linke Flügel abgesenkt. Das Seitenruder wirkt nach rechts dagegen. Die gegensinnige Steuerung hält das Flugzeug schräg zur Anströmung. Querneigung und Seitenruder werden aufeinander abgestimmt.

Nase und Flugweg unterscheiden

Die Draufsicht macht es sichtbar: Die Nase zeigt nach rechts, während der Flugweg hier gerade bleibt. Das Flugzeug bewegt sich also schräg zu seiner Längsachse durch die Luft.

Mehr Widerstand, mehr Sinken

Die Luft trifft nun seitlich auf den Rumpf. Dadurch steigt der Luftwiderstand. Bei passend geführter Fluglage kann das Segelflugzeug stärker sinken, ohne dabei einfach immer schneller zu werden.

Der Gleitpfad wird steiler

Beide Flugwege beginnen auf gleicher Höhe. Der Slip baut auf derselben Vorwärtsstrecke mehr Höhe ab. Er kann im Landeanflug den Höhenabbau unterstützen. Wie wirksam er ist, hängt vom Flugzeugmuster ab.

Fluglage aufmerksam beobachten

Der Haubenfaden weht im Slip seitlich aus. Durch die schräge Anströmung kann der Fahrtmesser deutlich falsch anzeigen. Entscheidend sind die erlernte Fluglage und die Vorgaben des Flughandbuchs.

Kontrolliert ausleiten

Beim Ausleiten wird zunächst die Längsneigung für den normalen Gleitflug angepasst. Danach werden Querneigung und Gegenruder koordiniert zurückgenommen. Nase und Bewegungsrichtung stimmen wieder überein.

Den Slip verstehen

Merke: Querneigung und Gegenruder erzeugen eine schräge Anströmung. Mehr Widerstand macht den Gleitpfad steiler. Den Slip übst du mit einem Fluglehrer in sicherer Höhe. Zulässigkeit und Grenzen bestimmt das Flughandbuch.