3:05Aufwinde & Streckenflug
Streckenflug im Segelflug: Thermik, Gleitflug und Endanflug erklärt
Wie gelingt Streckenflug ohne Motor? Das 3D-Video erklärt Thermik, Gleitflug, Streckenplanung und Endanflug anschaulich auf Deutsch.
Video ansehenSEGELFLUG · WISSEN · Aufwinde & Streckenflug
Thermikflug als 3D-Erklärvideo: Wie Aufwinde entstehen, wie ein Segelflugzeug darin kreist und warum es ohne Motor Höhe gewinnen kann.
Aufwinde & Streckenflug
Thermikflug als 3D-Erklärvideo: Wie Aufwinde entstehen, wie ein Segelflugzeug darin kreist und warum es ohne Motor Höhe gewinnen kann.
Die Animation erklärt die Grundlagen. Für die Praxis gelten das Flughandbuch des jeweiligen Musters und die Einweisung durch deine Fluglehrerin oder deinen Fluglehrer.
Ein Segelflugzeug kann stundenlang ohne Motor fliegen. Seine Energie kommt aus der Atmosphäre: Aufsteigende Warmluft trägt es nach oben. Das ist Thermikflug.
Die Sonne erwärmt den Boden unterschiedlich stark. Darüber wird Luft wärmer und leichter als ihre Umgebung. Kann sie weiter aufsteigen, entstehen Thermikblasen oder Aufwindbereiche. Kondensiert die Feuchtigkeit, bildet sich oben eine Quellwolke. Thermik gibt es auch ohne Wolken.
Quellwolken, sonnenbeschienene Flächen und kreisende Vögel können Hinweise geben. Beim Einflug zeigt das Variometer das Steigen an. Die Luft bewegt sich nach oben. Das Flugzeug bleibt dabei auf Fahrt.
Im Aufwind beginnt der Pilot einen koordinierten Kreisflug. Er vergleicht das Steigen entlang der Kreisbahn und verschiebt den Kreis zum stärkeren Aufwind. So bleibt das Segelflugzeug möglichst lange in der aufsteigenden Luft. Kurvenradius, Querneigung und sichere Fluggeschwindigkeit müssen zusammenpassen.
Auch beim Kreisen sinkt das Segelflugzeug relativ zur umgebenden Luft. Steigt diese Luft schneller, gewinnt es trotzdem Höhe über dem Boden. Ein Beispiel: Drei Meter Aufwind pro Sekunde, minus ein Meter Eigensinken, ergeben zwei Meter Steigen pro Sekunde.
Mit dem Wind versetzt sich die aufsteigende Luft. Der Pilot kreist in dieser bewegten Luftmasse. Über dem Boden wandert seine Bahn deshalb mit. Das Variometer hilft, den stärksten Bereich weiter zu verfolgen.
Mit ausreichender Höhe verlässt das Segelflugzeug den Aufwind und gleitet weiter. Dabei tauscht es Höhe gegen Strecke, bis es die nächste Thermik erreicht. Der Wechsel aus Kreisen und Gleiten ermöglicht weite Flüge. Dabei bleiben Wolkenabstand und Luftraumgrenzen einzuhalten.
Sonnenwärme setzt die Luft in Bewegung. Das Segelflugzeug nutzt diese Energie: im Aufwind steigen, dazwischen gleiten.