3:40Aircraft handling
Glider Spins Explained: Entry, Autorotation and Prevention
Explore glider spins: the stalled state, autorotation and the difference from a spiral dive in a 3D video with German narration.
Watch videoGLIDING · KNOWLEDGE · Aircraft handling
See what happens during a glider stall: angle of attack, flow separation and the stalled state in a narrated 3D video with German audio.
Aircraft handling
See what happens during a glider stall: angle of attack, flow separation and the stalled state in a narrated 3D video with German audio.
The animation explains the basics. Practical flying follows the aircraft flight manual and instruction from your flight instructor.
Ein Segelflugzeug braucht keinen Motor, um zu fliegen. Seine Tragflächen erzeugen Auftrieb. Doch wenn der Anstellwinkel zu groß wird, kann die Strömung abreißen. Was passiert dabei?
Im normalen Flug umströmt die Luft das Flügelprofil. An der Oberfläche entsteht eine Druckverteilung, die Auftrieb erzeugt. Die leuchtenden Linien machen die unsichtbare Luftbewegung sichtbar. Sie sind eine vereinfachte Darstellung.
Der Anstellwinkel ist der Winkel zwischen der Profilsehne und der ankommenden Luft. Wird das Flugzeug langsamer, muss für den gleichen Auftrieb der Anstellwinkel steigen. Entscheidend ist die Anströmung des Flügels, nicht allein die Lage der Nase zum Horizont.
Bei zu großem Anstellwinkel kann die Luft der Flügeloberseite nicht mehr folgen. Die Ablösung breitet sich nach vorn aus. Hinter dem Ablösepunkt entsteht eine wirbelnde Strömung. Der Auftrieb nimmt ab, der Widerstand steigt. Der kritische Winkel hängt vom Profil und seinem Zustand ab.
Mögliche Warnzeichen sind nachlassendes Fahrtgeräusch, weicher werdende Ruder und Schütteln. Das Segelflugzeug kann stärker sinken, die Nase senken oder über eine Fläche abkippen. Wie deutlich diese Zeichen auftreten, hängt vom Flugzeugmuster ab. Warte deshalb nicht auf ein bestimmtes Warnzeichen.
Ein Strömungsabriss ist auch bei höherer Geschwindigkeit möglich: etwa beim starken Ziehen oder in einer belasteten Kurve. Muss der Flügel mehr Auftrieb liefern, steigt bei gleicher Fahrt der Anstellwinkel. Ein Abriss mit Gieren kann in Trudeln übergehen.
Beim ersten Anzeichen den Anstellwinkel unverzüglich verringern: den Zug am Höhenruder lösen und, soweit erforderlich, den Steuerknüppel nach vorn bewegen. Die Strömung legt sich wieder an. Gieren mit abgestimmten Rudern verhindern. Heftige Querruderausschläge können den Abriss verschärfen. Die genaue Steuerführung richtet sich nach dem Flughandbuch.
Mit wieder anliegender Strömung Fahrt aufnehmen und in einen kontrollierten Gleitflug übergehen. Zu frühes oder heftiges Abfangen kann einen erneuten Abriss auslösen. Das Ausleiten kostet Höhe. Gerade in Bodennähe ist frühes Erkennen entscheidend.
Merke dir: Nicht eine bestimmte Geschwindigkeit allein verursacht den Abriss, sondern ein zu großer Anstellwinkel. Praktisch üben nur mit Fluglehrer, ausreichender Sicherheitshöhe und nach dem Flughandbuch des jeweiligen Segelflugzeugs.